«Warum will uns das niemand glauben?»
Während die Wissensstadt Davos jeweils den Moderator Urs Gredig stellt, nutzt das Forum die Gelegenheit, die aktuellen Schwerpunkte und Initiativen vorzustellen. Für die Besuchenden ist es jeweils auch eine Gelegenheit, beim anschliessenden Apéro mit den Verantwortlichen in den direkten Kontakt zu treten. Die Begrüssung im Namen der Wissensstadt wurde von Landammann Philipp Wilhelm übernommen. Bei einem solchen Anlass gebe es immer Optimierungspotenzial, und die Gemeinde sei dabei, es Schritt für Schritt umzusetzen, sagte er.
Einen neuen Treffpunkt stellte Nicole Keller, Geschäftsführerin von «Green Up» in Aussicht. «Seit sieben Jahren zeigen wir, wie Nachhaltigkeit einfach in das tägliche Leben eingebaut werden kann. Nun geben wir den Themen Klima und Nachhaltigkeit während des Jahrestreffens einen Ort, an dem sich alle treffen können.» Dieser «Climate Hub» soll im Kulturplatz entstehen und Raum für Gespräche, Austausch und Inspiration bieten.
Vertrauen wiederherstellen
Das Forum selber stellt dieses Jahr «Vertrauen wiederherstellen» ins Zentrum der Gespräche. Das sei nötiger denn je, Spannungen und Konflikte würden zunehmen, erklärte WEF-Direktor Alois Zwinggi. «Wir versuchen, die Kanäle auf alle Seiten offen zu halten und bei allen Konfliktparteien gemeinsame Themen zu finden.» Das sei die Kernkompetenz des Forums und und der Grund, weshalb so viele internationale Partner dabei sein wollten. Selber würden sie auch immer dazulernen. So hätten sie am zusammen mit der Gemeinde organisierten Runden Tisch vom Juni erfahren, dass das «Open Forum» in der Arkadenturnhalle die einheimischen Vereine zu stark einschränke. «Deshalb kehren wir damit wieder in die Aula der SAMD zurück. Bezüglich der inzwischen kontrovers diskutierten CO₂-Kompensation durch Zertifikate stellte Zwinggi in Aussicht, dass man mehr in Projekte vor Ort investieren wolle. Beim Thema Verkehr reichte es jedoch nur zu einem Stossseufzer: ‹Der wird jedes Jahr mehr. Dabei sind doch nur etwa 2500 Personen Teilnehmende des WEF. Doch etwa 30 000 Leute kommen hier zusammen.›