USA wollen trotz Attacken mit Iran reden – Chamenei beerdigt
Trotz der jüngsten militärischen Eskalation zwischen den USA und dem Iran im Streit um die Strasse von Hormus gehen die Bemühungen um eine Beilegung der Feindseligkeiten weiter.
«Die Vereinigten Staaten setzen sich weiterhin für eine Lösung ein, und die technischen Gespräche laufen weiter», sagte ein US-Regierungsbeamter der Deutschen Presse-Agentur. Katar, Pakistan und andere regionale Vermittler bemühen sich nach Informationen des US-Nachrichtenportals «Axios» darum, die Spannungen abzubauen und die Verhandlungen über ein Atomabkommen wiederzubeleben.
In den vergangenen Tagen hatte das US-Militär mehrere Angriffswellen gegen Ziele im Iran geflogen. Begründet wurde dies mit Attacken auf Handelsschiffe in der Strasse von Hormus, für die die USA Teheran verantwortlich machten. Der Iran reagierte mit eigenen Angriffen. Dabei gerieten auch Kuwait, Bahrain und Jordanien, die wichtige US-Militärbasen beherbergen, wieder unter Beschuss.
Das Verhalten der iranischen Führung stelle einen Verstoss «inakzeptablen Ausmasses» gegen das im Juni vereinbarte Rahmenabkommen dar, sagte der US-Beamte der dpa. Das Abkommen sollte eine 60-tägige Verhandlungsphase ermöglichen und den Weg zu einer dauerhaften Beilegung des Konflikts ebnen.
Irans oberster Führer Chamenei beerdigt
Die jüngste Eskalation überschattete das Staatsbegräbnis für das frühere iranische Staatsoberhaupt Ajatollah Ali Chamenei. Mehr als vier Monate nach seiner Tötung wurde er im Imam-Resa-Schrein seiner Heimatstadt Maschhad im Nordosten des Landes unter Ausschluss der Öffentlichkeit bestattet, wie mehrere iranische Medien in der Nacht übereinstimmend berichteten.
Die Trauerzeremonien laufen bereits seit rund einer Woche. Chamenei war am 28. Februar durch einen israelischen Luftangriff auf seinen Amtssitz in Teheran getötet worden. Mehr als fünf Wochen lang führten die USA und Israel daraufhin Krieg gegen den Iran, bis Anfang April eine Waffenruhe vereinbart wurde. Zum neuen Staatsoberhaupt im Iran wurde Chameneis Sohn Modschtaba ernannt, der öffentlich jedoch seither nicht auftrat.