US-Ostküste kämpft mit Folgen des Schneesturms
Schneeschaufeln gegen Bezahlung, Flugabsagen en masse und Hunderttausende Haushalte ohne Strom: Ein Wintersturm hat den Alltag von Millionen Menschen im Nordosten der USA auf den Kopf gestellt.
In Teilen des Bundesstaats Rhode Island fiel laut der Nationalen Wetterbehörde fast ein Meter Schnee, im Bundesstaat Massachusetts wurden teilweise mehr als 80 Zentimeter gemessen. Im berühmten New Yorker Central Park gingen fast 50 Zentimeter Schnee nieder.
An den Flughäfen in New York und New Jersey lag der Flugverkehr auch am Abend (Ortszeit) komplett still. Man sei mit «Hochdruck im Einsatz, um die Schneeräumung an allen unseren Anlagen fortzusetzen», teilte der Sprecher der für Luft-, Land-, Schienen- und Seewege zuständigen Hafenbehörde von New York und New Jersey mit. Laut dem Flugportal «Flightaware» wurden am Montag etwa 4.700 Abflüge und Ankünfte in der betroffenen Region gestrichen.
New Yorks Bürgermeister Zohran Mamdani warb per Videobotschaft auf der Plattform X erneut um Freiwillige, die für 30 Dollar (umgerechnet 25 Euro) die Stunde Schnee schaufeln. Der öffentliche Nahverkehr in der grössten Stadt der USA funktionierte nur eingeschränkt. Busse kamen auf den verschneiten Strassen nur langsam voran. Laut der «New York Times» gab es im Grossraum der Ostküstenmetropole seit dem Winter 2020/21 keine so grossen Schneemengen mehr wie in diesem Jahr.
Wetter erschwert Touristen das Sightseeing
Die eisigen Temperaturen und das heftige Schneetreiben hielt nicht alle Touristen in New York vom Sightseeing ab. Am berühmten Times Square waren am Morgen einzelne Besucher unterwegs. Ein Urlauber aus Frankreich sagte der Deutschen Presse-Agentur, der Schneesturm sei das beste Geschenk, was er sich für seinen New-York-Besuch habe wünschen können. Für den Rest des Tages stünden aber eher Museen auf dem Programm, in denen es wohlig warm sei.