US-Kreise: Trumps Sprecherin Zacharia gibt Posten auf
Die gerade erst angetretene neue Pressesprecherin von Präsident Donald Trump, Katie Zacharia, gibt ihr Amt US-Kreisen zufolge auf. Sie werde den Posten räumen, bestätigte ein ranghoher Regierungsbeamter der Deutschen Presse-Agentur, ohne nähere zeitliche Angaben dafür zu machen.
Zacharia hatte den Job erst am Montag angetreten. Wer auf sie folgen soll, war zunächst unklar. «Es war mir eine Ehre, für ihn zu arbeiten», schrieb Zacharia am Freitagabend (Ortszeit) auf der Plattform X mit Blick auf Trump.
Trump selbst hatte es vor Reportern kurz zuvor so dargestellt, als hätte er Zacharia nahegelegt, über einen Rücktritt nachzudenken. «Ich habe zu ihr gesagt: Ganz ehrlich, wenn ich du wäre, würde ich es mir noch einmal überlegen. Denk darüber nach, aber ich würde es mir noch einmal überlegen», erzählte er Reportern vor dem Weissen Haus. Ob Zacharia im Amt bleibe, wolle er ihr selbst überlassen. Mehrere US-Medien berichteten dagegen, dass er sie gefeuert habe.
Der US-Präsident hatte vor der Presse Zweifel daran geäussert, ob sie für die Aufgabe geeignet sei. «Vielleicht ist das nichts für sie», räumte er ein. Zacharia sei von den Medien sehr schlecht und unfair behandelt worden. Er wolle lediglich, dass sie glücklich sei und sie habe in den vergangenen Tagen sehr gelitten. Er werde ihre Entscheidung unterstützen und wolle bald erneut mit ihr sprechen.
Der TV-Sender CBS News berichtete unter Berufung auf eine mit der Angelegenheit vertrauten Person, dass Zacharia die Woche «ungewöhnlich isoliert» verbracht und nicht als Pressesprecherin fungiert habe. Das Nachrichtenportal «Politico» schrieb, dass sich Trump gegenüber Dritten kritisch über Zacharia geäussert habe. Sie habe kein Talent und gehöre nicht ins Fernsehen, habe der Präsident über seine Sprecherin gesagt. Eine Trump nahestehende Person sagte dem US-Sender CNN, dass Trump Zacharia nicht für den Job geeignet halte. Zugleich schätze er sie als Person, hiess es.