US-Kreise: Trumps Sprecherin Zacharia gibt Posten auf
Die gerade erst angetretene neue Pressesprecherin von US-Präsident Donald Trump, Katie Zacharia, gibt ihr Amt US-Kreisen zufolge auf. Sie werde den Posten räumen, bestätigte ein hochrangiger Regierungsbeamter der Deutschen Presse-Agentur, ohne nähere zeitliche Angaben dafür zu nennen. Zacharia hatte den Job erst am Montag angetreten. Wer auf sie folgen soll, war zunächst unklar.
Trump selbst hatte es vor Reportern kurz zuvor so dargestellt, als hätte er Zacharia nahegelegt, über einen Rücktritt nachzudenken. «Ich habe zu ihr gesagt: Ganz ehrlich, wenn ich du wäre, würde ich es mir noch einmal überlegen. Denk darüber nach, aber ich würde es mir noch einmal überlegen», erzählte er Reportern vor dem Weissen Haus. Ob Zacharia im Amt bleibe, wolle er ihr selbst überlassen. Mehrere US-Medien berichteten dagegen, dass er sie gefeuert habe.
Der US-Präsident hatte vor der Presse Zweifel daran geäussert, ob sie für die Aufgabe geeignet sei. «Vielleicht ist das nichts für sie», räumte er ein. Zacharia sei von den Medien sehr schlecht und unfair behandelt worden. Er wolle lediglich, dass sie glücklich sei und sie habe in den vergangenen Tagen sehr gelitten. Er werde ihre Entscheidung unterstützen und wolle bald erneut mit ihr sprechen.
Holpriger Start, bereits vor der ersten Pressekonferenz
Zacharia war Nachfolgerin von Karoline Leavitt, die das Amt Ende August verlassen hatte. Trump hatte die Personalie erst am Sonntag öffentlich gemacht. Am Montag, der in den USA der Feiertag Columbus Day war, trat sie den Job an. Am Dienstag gab sie ihre erste Pressekonferenz. Von ihrem ersten Auftritt vor der Presse blieben dann vor allem Versprecher und ein ungewöhnlich schnelles Ende nach nur wenigen Fragen in Erinnerung.
Bei der Ankündigung war Trump noch voll des Lobs für Zacharia: «Ich bin zuversichtlich, dass Katie als neue Pressesprecherin des Weissen Hauses starke Ergebnisse für unser Land erzielen wird», schrieb er.