US-Bomber aus Grossbritannien abgezogen – wegen Bedrohung?
Im Fall des überraschenden Abzugs der US-Langstreckenbomber von einem Militärstützpunkt in Grossbritannien hat US-Präsident Donald Trump Aussenminister Marco Rubio und dem Pentagon widersprochen.
Es habe Bedrohungen gegeben, sagte er in Washington vor Journalisten, ohne weitere Details zu nennen. «Warum sollten wir die Bomber also dort lassen? Also haben wir sie ein wenig verlegt, nicht sehr weit», sagte Trump weiter. Auf Nachfrage eines Journalisten sagte er, dass die Menschen hinter der Bedrohung vermutlich in Verbindung mit dem Iran stünden.
Am Sonntagabend hatte das Pentagon dagegen auf Anfrage mitgeteilt, dass all seine Langstreckenbomber zurückbeordert wurden. «Wir können nun bestätigen, dass alle US-Bomber, die auf dem Stützpunkt RAF Fairford stationiert waren, wieder an ihre Heimatstützpunkte in den Vereinigten Staaten zurückgekehrt sind», teilte ein Beamter des US-Verteidigungsministeriums mit.
Aus Gründen der operativen Sicherheit habe das Ministerium zuvor «Bewegungen unserer Ressourcen und Streitkräfte nicht in Echtzeit» kommentieren können, hiess es weiter. Die britische Regierung teilte über einen Sprecher mit, der Stützpunkt sei sicher. Der Sprecher verwies auf Aussagen von Verteidigungsminister Wes Streeting, wonach es «bewährte und erprobte Verfahren zum Schutz unserer Stützpunkte im ganzen Land und weltweit» gebe. Militärische Operationen anderer Staaten würden darüber hinaus nicht kommentiert werden.
Trump und Rubio haben unterschiedliche Interpretationen
Stunden vor dem Statement Trumps hatte sich US-Aussenminister Rubio deutlich vorsichtiger ausgedrückt. Der Abzug stehe nicht in direktem Zusammenhang mit mutmasslichen Terrordrohungen. «Ich würde das nicht unmittelbar mit der Entscheidung über die Verlegung in Verbindung bringen», sagte Rubio vor Journalisten. Grundsätzlich sei die Verlegung «nichts Ungewöhnliches».