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Schweiz und Welt

Urnengang zu Prau la Selva noch später

Jano Felice Pajarola
18.03.2020, 11:00 Uhr
heute um 12:16 Uhr

In der Gemeinde Flims haben die Einschränkungen des öffentlichen Lebens wegen des Coronavirus auch politische Folgen. Aufgrund der aktuellen Situation und den damit verbundenen Auflagen von Bund und Kanton hat der Flimser Gemeindevorstand am Montag entschieden, die am 23. März vorgesehene Gemeindeversammlung zum Thema Prau la Selva abzusagen. An der Versammlung hätte über die Volksinitiative zur Rettung des Sportzentrums sowie über den dazu ausgearbeiteten Gegenvorschlag der Exekutive informiert werden sollen.

«Alles andere als sicher» ist laut der Publikation der Gemeinde gleichzeitig auch, ob die am 11. Mai geplante Gemeindeversammlung abgehalten werden kann. Am 11. Mai wäre neben der Rechnungsablage ebenfalls das Thema Prau la Selva traktandiert. Weil der Gemeindevorstand die Durchführung einer Gemeindeversammlung vor der Urnenabstimmung zu Prau la Selva aber als «zwingend notwendig» erachtet, wird aus dem für den 17. Mai angesetzten Urnengang nichts: Der Abstimmungstermin wird gestrichen. Die Initianten des Volksbegehrens habe man entsprechend informiert.

Initianten nehmen es hin

Die Abstimmung über die im Juli 2019 eingereichte Initiative für den Erhalt von Prau la Selva wäre terminlich eigentlich überfällig, die verfassungsmässige Frist für einen Entscheid des Souveräns wurde bereits überschritten. Was sagt man seitens der Initianten zur jüngsten Entwicklung mit der erneuten Verzögerung? Angesichts der aktuellen Situation sei es wohl nicht zu vermeiden, erklärt Ulrike Hörler von der Interessengemeinschaft Prau la Selva. «Nach den uns zur Verfügung stehenden Informationen sollte es sich nur um wenige Wochen handeln. Essenziell ist einfach, dass es vorgängig zur Abstimmung eine Informationsveranstaltung für die Bevölkerung gibt.»

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