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Schweiz und Welt

Untersuchung in Klosters vorbereitet

Béla Zier
26.01.2022, 11:00 Uhr
gestern um 12:16 Uhr

Zwei Mitglieder der Geschäftsprüfungskommission (GPK) informierten den Klosterser Gemeinderat an dessen Sitzung vom Montag über eine politische Altlast. Das Geschäft betrifft die gegen die vormalige Gemeindeführung gerichtete Volksinitiative «Administrativuntersuchung», die der Klosterser Souverän 2020 mit einem Ja-Stimmenanteil von 62 Prozent unterstützt hatte. Lanciert worden war das Begehren durch zwei Klosterser Privatpersonen. Gemäss Initiativtext sollen etwa die Einhaltung der Finanzkompetenzen gemäss Gemeindeverfassung, die Verwendung zweckgebundener Mittel sowie auch die Entschädigungen an Behördenmitglieder «auf ihre Rechtmässigkeit untersucht und bewertet werden». Im Begehren wurde festgehalten, dass die Untersuchung durch eine unbefangene Fachstelle unter Aufsicht der GPK durchgeführt werden soll. Nach längerer Suche, bedingt durch inhaltlich zu wenig konkretisierte und preislich überrissene Angebote, habe die GKP nun mit der Churer Curia AG ein für die Durchführung geeignetes Büro gefunden, teilte die Gemeinde Klosters am Dienstag mit.

Kostendach von 80'000 Franken

Laut Mitteilung soll die Durchführung der Untersuchung im Sommer starten, die Ergebnisse sollen diesen Herbst präsentiert werden. Das einstweilige Kostendach für den Prüfzeitraum 2018 bis 2020 beträgt gemäss Gemeinde 80'000 Franken. Auf Empfehlungen seitens des Gemeinderats solle nun aber die Ausweitung des Prüfzeitraums auf die gesamte Legislaturperiode 2017 bis 2020 geprüft werden. In dieser Zeit amtete Kurt Steck als Klosterser Gemeindepräsident. Die GPK wird nun über diese Ausweitung beraten und will dem Gemeindevorstand baldmöglichst einen Antrag auf Auftragsvergabe an die auf Wirtschaftsprüfung spezialisierte Curia AG stellen.

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