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Schweiz & Welt

Graubünden stoppt Abschuss von Wölfen

Südostschweiz
08.12.2023, 18:55 Uhr
gestern um 16:56 Uhr

Kurz vor dem Wochenende wurden die Bündner Jägerinnen und Jäger darüber informiert, dass Wölfe nicht mehr proaktiv erlegt werden dürfen. Der Grund: eine Beschwerde ans Bundesverwaltungsgericht mit aufschiebender Wirkung. Eingereicht haben diese Beschwerde mehrere Naturschutzorganisationen wie WWF und Pro Natura.

Das Amt für Jagd und Fischerei Graubünden teilte in einer Information zur Sonderjagd mit, dass der Abschuss von Wölfen durch Jägerinnen und Jäger in allen Regionen per sofort nicht mehr erlaubt sei. Der «Vollzug der Wolfsregulation» sei «per sofort gestoppt».

Gemäss tagesanzeiger.ch bestätigte Natalie Rutz, Medienverantwortliche bei Pro Natura, die Beschwerde. Sie erklärte, dass das Gesetz nur dann eine proaktive Regulierung der Wölfe erlaube, wenn ein klarer Bezug zu grossen Schäden oder der Gefährdung von Menschen gegeben sei und die Tiere zumutbar geschützt gewesen seien. Aus diesen Gründen dürften Abschüsse nur gemacht werden, wenn ein Rudel ausser Kontrolle geraten sei. (red)