Überraschungsfinal Vacherot gegen Lehecka
Zwei überraschende Spieler versuchen an den Swiss Indoors in Basel die schlechte Finalbilanz aufzupolieren. Am Sonntag stehen sich Valentin Vacherot aus Monaco und der Tscheche Jiri Lehecka gegenüber.
An den Swiss Indoors steht keiner der grossen Namen wie Novak Djokovic, Ben Shelton, Rafael Jodar oder Taylor Fritz im Final. Zumindest Valentin Vacherot weiss, wie es ist, als Überraschungsmann für Furore zu sorgen. Vor etwas mehr als einem Jahr erschien der 27-jährige Monegasse wie ein Komet auf der grossen Tennisbühne. Als Qualifikant stürmte er völlig unerwartet mit neun Siegen zum Titel beim Masters-1000-Turnier in Schanghai. Nun steht er in Basel in seinem zweiten ATP-Final.
Im letzten Jahr hatte er dank einer kurzfristigen Wildcard in der St. Jakobshalle antreten dürfen – und in einem über zweieinhalbstündigen Krimi gegen den topgesetzten Taylor Fritz verloren. Nun nahm er am US-Amerikaner, mittlerweile auf Platz 13 etwas zurückgefallen, Revanche. Vacherot breakte gleich im ersten Game, brauchte aber am Ende ein Tiebreak zum Gewinn des ersten Satzes. Im zweiten gelang ihm der entscheidende Aufschlagdurchbruch zum 5:3. Nach diesmal nur knapp eineinhalb Stunden gelang ihm mit 7:6 (7:5), 6:3 der erste Sieg gegen den ehemaligen US-Open-Finalisten.
Schweizer Schreck Lehecka als Finalfavorit
Im Final am Sonntag (15.30 Uhr) trifft Vacherot auf den als Nummer 8 gesetzten Jiri Lehecka (ATP 21). Der Tscheche hatte in der 1. Runde die Karriere von Stan Wawrinka beendet und im Viertelfinal auch den letzten Schweizer Jérôme Kym ausgeschaltet. Gegen Jan-Lennard Struff (ATP 47), den Bezwinger von Novak Djokovic, stand er aber mit dem Rücken zur Wand.