Über vier Millionen für Brienz
Oberhalb des Dorfes Brienz/Brinzauls rutscht der Berg seit mehreren Jahren. Dabei wird in die untere «Rutschung Berg» und die obere «Rutschung Dorf» unterteilt. Um die Rutschungen zu untersuchen, spricht die Regierung einen Kantonsbeitrag von rund 4,05 Millionen Franken, wie der Kanton Graubünden mitteilt. Die Rutschungen würden sich jährlich beschleunigen. So bewege sich die «Rutschung Dorf» mit bis zu 1,2 Meter pro Jahr und die «Rutschung Berg» mit bis zu sechs Meter pro Jahr. Ein Bergsturz kann nicht ausgeschlossen werden, heisst es weiter.
Die Bewohner sind gefasst
Bereits letztes Jahr wurde in und um Brienz/Brinzauls informiert, wie wie man sich im Falle einer Evakuation zu verhalten habe. «Ich will hier eigentlich gar nicht weg. Es ist unser Zuhause», sagt eine Bewohnerin:
Die Rutschungen in Brienz/Brinzauls seien sehr komplex und würden derzeit eine der grössten Herausforderungen beim Umgang mit Massenbewegungen im Alpenraum darstellen, teilt der Kanton weiter mit. Im Rahmen des Projekts soll untersucht werden, inwiefern die beiden Teile der Rutschungen zusammenhängen, um sie die Bewegungen besser verstehen zu können. Dazu werden weitere Bohrungen sowie weitere geologische und geophysikalische Untersuchungen vorgenommen, wie es heisst. Aufgrund der Bergsturzgefahr und der Rutschgeschwindigkeit sei es wichtig, dass die Grundlagenerhebung und insbesondere die notwendigen Bohrungen bereits diesen Sommer durchgeführt werden. (abr)