UBS-Aktien wegen Befürchtungen um Regulierung klar unter Druck
Die Vorlagen des Bundesrats zur UBS-Regulierung werden am Finanzmarkt kritisch aufgenommen. So befürchten mehrere Analysten Nachteile für die Grossbank im internationalen Wettbewerb. Die UBS-Aktie steht am Donnerstag deutlich unter Druck.
Der Bundesrat sei der UBS in der Eigenmittelverordnung (ERV) gegenüber dem ursprünglichen Vorschlag zwar noch entgegengekommen, halten Finanzanalysten am Donnerstag in ihren Kommentaren fest. Damit sei zumindest auf Ebene des ERV der «schlimmstmögliche Fall» abgewendet, heisst es etwa bei der US-Investmentbank Goldman Sachs.
In der «deutlich folgenreicheren» Frage der Auslandstöchter beharrte der Bundesrat aber auf einer vollständigen Unterlegung mit hartem Kernkapital. «Es ist ein Höchstvorsichtsprinzip, welches der Bundesrat nun vorgibt», sagte etwa Vontobel-Analyst Andreas Venditti am Donnerstag in einem Interview mit dem Online-Portal «Cash».
Aktie schwächelt
Der UBS-Aktie ist am Donnerstagmittag mit einem Kursrückgang von 3,1 Prozent auf 32,53 Franken an einer insgesamt positiv tendierenden Schweizer Börse der klar schwächste Wert im Bluechip-Index SMI.
Am Mittwoch hatten die UBS-Aktien auf die vorgelegten Bundesrats-Vorlagen noch zunächst leicht positiv reagiert. Allerdings waren die Gewinne dann noch abgebröckelt und die Titel der Grossbank gingen wenig verändert aus dem Handel.
Nachteil im Wettbewerb
Die Auswirkungen der bundesrätlichen Regulierungen auf das Eigenkapital der UBS sind auch für die Analysten nicht ganz eindeutig abzuschätzen: Diese hingen auch von diversen Annahmen und Stellschrauben ab, heisst es.
Der Bundesrat hatte die zusätzlichen Kapitalanforderungen an die UBS auf 20 Milliarden Dollar beziffert, wobei die effektive «Kapitallücke» noch 9 Milliarden betrage. Die Grossbank sprach dagegen ihn ihrer Reaktion vom Mittwochabend von zusätzlich benötigtem Kapital von 22 Milliarden, die nun zu bereits kommunizierten rund 15 Milliarden wegen der CS-Übernahme hinzu kämen.