Trumps Vorstoss verschärft Lage an Strasse von Hormus
Die Lage an der blockierten Meerenge von Hormus verschärft sich nach einem neuen Vorstoss von US-Präsident Donald Trump.
Die US-Marine begann nach eigenen Angaben mit der von Trump angeordneten Befreiung festsitzender Schiffe im Rahmen der Initiative mit dem Titel «Projekt Freiheit». US-Zerstörer seien durch die Strasse von Hormus in den Persischen Golf eingefahren, teilte das für Nahost zuständige Regionalkommando Centcom auf dem Portal X mit. Zwei Handelsschiffe unter US-Flagge hätten das Seegebiet verlassen können. Unabhängige Bestätigungen gab es zunächst nicht.
Die iranischen Streitkräfte hatten zuvor für sich in Anspruch genommen, US-Marineschiffe am Einlaufen in die Strasse von Hormus gehindert zu haben.
USA dementieren Raketentreffer
Aus dem Iran gab es auch Berichte, wonach zwei iranische Raketen ein US-Kriegsschiff getroffen hätten. Die USA dementierten diese Angaben und betonten, kein Marineschiff sei getroffen worden.
Die iranische Militärführung hatte den USA nach Trumps Ankündigung, Schiffen zur Hilfe zu kommen, mit Gegenwehr gedroht. «Wir warnen davor, dass jede ausländische Streitmacht, insbesondere die aggressive amerikanische Armee, angegriffen wird, sollte sie beabsichtigen, sich der Strasse von Hormus zu nähern und in diese einzudringen», sagte der Kommandeur der zentralen Militärführung, Ali Abdollahi Aliabadi, laut der iranischen Nachrichtenagentur Tasnim.
Ölpreise steigen weiter
Für die Ölpreise brachte Trumps Vorstoss nicht die erhoffte Entlastung. Der Preis für ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im Juli stieg um 1,54 Prozent auf 109,84 US-Dollar. Händler bezweifeln, dass der US-Plan funktionieren wird. Die Gespräche zwischen Washington und Teheran zu einem Ende des Kriegs gelten als festgefahren. In der vergangenen Woche waren die Ölpreise auf den höchsten Stand seit dem Jahr 2022 gestiegen.