Trump: Weniger Angriffe auf Libanon – Bald Verhandlungen
Israel wird nach Angaben von US-Präsident Donald Trump die Angriffe im Libanon zurückfahren.
Zugleich nehmen diplomatische Bemühungen für ein Ende des Kriegs zwischen Israel und der Hisbollah-Miliz im Libanon Fahrt auf. Wie ein Beamter des US-Aussenministeriums bestätigte, soll es in der kommenden Woche in Washington Verhandlungen zwischen beiden Ländern über eine Waffenruhe geben. Wann genau die Gespräche stattfinden und wer teilnimmt, blieb zunächst unklar.
Trump sagte dem US-Sender NBC in einem Telefoninterview, er habe mit Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu gesprochen und dieser habe eine Reduzierung der Attacken zugesagt.
Die andauernden und heftigen Angriffe Israels gegen die vom Iran unterstützte Hisbollah im Libanon bedrohen die Waffenruhe zwischen den USA und dem Iran. US-Medien sowie der israelische Sender N12 berichteten, dass Trump und sein Sondergesandter Steve Witkoff Druck auf Netanjahu gemacht hätten, die Angriffe auf den Libanon zu reduzieren.
Netanjahu: Werden Hisbollah mit Härte bekämpfen
Am Abend kündigte Netanjahu direkte Verhandlungen mit dem nördlichen Nachbarland an. Trumps Darstellung bestätigte er in einem späteren Statement allerdings nicht.
Stattdessen sagte er, Israel werde die libanesische Hisbollah-Miliz weiterhin mit Härte bekämpfen und nicht aufhören, ehe es Sicherheit für die Bevölkerung im Norden Israels gebe. «Es gibt keine Waffenruhe im Libanon.» Aus libanesischen Regierungskreisen hiess es dagegen, mögliche Verhandlungen sollten nur unter den Bedingungen einer Waffenruhe stattfinden.
300 Tote an einem Tag im Libanon
Nach Beginn des Iran-Kriegs vor mehr als fünf Wochen hatte auch die Hisbollah ihre Angriffe auf Israel wieder aufgenommen. Erstmals seit Beginn einer Waffenruhe im November 2024 griff sie Israel wieder mit Raketen an. Israel reagierte mit heftigen Luftangriffen und Bodeneinsätzen in dem nördlichen Nachbarland. Vor der Waffenruhe hatte es einen einjährigen Krieg gegeben.