Trump spielt Differenzen mit China über Iran-Krieg herunter
Kurz vor seinem Treffen mit dem chinesischen Staatschef Xi Jinping hat US-Präsident Donald Trump die Meinungsverschiedenheiten in Bezug auf den Iran-Krieg heruntergespielt.
Der chinesische Staatsführer habe seine Sache ziemlich gut gemacht, sagte Trump auf eine Journalistenfrage nach Chinas Rolle im Iran. «Schauen Sie auf die Seeblockade – keine Probleme», sagte Trump.
Die USA versuchen, mit einer Seeblockade für Schiffe, die aus iranischen Häfen auslaufen oder diese ansteuern, den Druck auf die iranische Führung zu erhöhen. Das trifft auch China – das Land ist der mit Abstand wichtigste Abnehmer iranischen Öls. Bislang hat sich China aus dem Konflikt weitgehend herausgehalten.
Allerdings unterstützt China den Iran wirtschaftlich. Das ist ein Knackpunkt im Verhältnis zwischen Washington und Peking. So hatte das US-Finanzministerium zuletzt mehrfach Sanktionen gegen chinesische Firmen verhängt, die den USA zufolge unerlaubten Handel mit dem Iran treiben. Dabei ging es unter anderem um Raffinerien, die Rohöl aus dem Iran verarbeiten.
Trump lobte den chinesischen Präsidenten. Xi sei jemand, mit dem er sehr gut auskomme, sagte er. «Das wird eine sehr spannende Reise. Es werden viele grossartige Dinge passieren», sagte Trump. In Peking sind unter anderem Gespräche mit Präsident Xi und ein Staatsbankett geplant. Auf die Frage, ob Xi im Iran-Krieg hilfreich sein könne, antwortete Trump: «Ich denke, wir brauchen im Iran überhaupt keine Hilfe.»
Trump gibt sich zuversichtlich mit Blick auf Irans Urananreicherung
In dem seit über zwei Monaten andauernden Krieg mit dem Iran sind die diplomatischen Bemühungen über ein Friedensabkommen ins Stocken geraten. Ein zentraler Streitpunkt zwischen den Kriegsparteien ist der Umgang mit Irans umstrittenem Atomprogramm und dessen Beständen von rund 440 Kilogramm Uran, das auf 60 Prozent angereichert wurde und bei Weiterverarbeitung zum Bau mehrerer Atomwaffen dienen könnte.