Trotz vieler Herausforderungen starten die Hoteliers optimistisch in den Sommer
DZ: Der Sommer ist nun in seiner vollen Pracht da. Wie sind die Davoser Hotels in die Saison gestartet?
Tamara Henderson: Mein Hotel, das Larix, hat vor einer Woche den Betrieb aufgenommen. Der Juni und Juli sehen gut aus, die Buchungslage für August hingegen ist noch nicht so stark. Man muss wissen: Wenn man die letzten zwei Sommer als Vergleichsbasis nimmt, so reden wir von einem sehr hohen Niveau. Die grossen Hotels wurden beinahe überrannt, das ist aktuell nicht mehr so. Die Schweizer Gäste können nun wieder ins Ausland gehen. Im Gegenzug dürfen wir dafür wieder vermehrt ausländische Gäste in Davos begrüssen, beispielsweise französische «Töff»-Touristen. Was uns noch in die Hände spielen könnte, ist die Situation an den Flughäfen. So bleiben einige inländische Reisende kurzfristig doch in der Schweiz. Wenn es einen normalen Sommer gibt, können wir schon sehr zufrieden sein.
Inwiefern fehlen aus Ihrer Sicht heuer die Schweizer Gäste, da diese nun wieder fast überall hinreisen können? Inwiefern versuchte man in den letzten zwei Jahren, diese an die Destination zu binden?
Im Hinterkopf wussten wir alle, dass die Corona-Gäste aus der Schweiz nicht mehr kommen, sobald sie wieder auf der ganzen Welt reisen können. Aber klar, man versucht, aus jedem Gast einen Stammgast zu machen.
Wie sieht es mit den ausländischen Gästen aus?
Hierbei spielt der Kongresstourismus eine wichtige Rolle. Das WEF und viele andere Anlässe fehlten. So ist die Destination Davos innerhalb des Kantons ziemlich unter die Räde r gekommen. Glücklicherweise zieht der Kongresstourismus nun wieder an.