«Läderach passt zu unserem Esaf»: Chocolatier bleibt Sponsor des Eidgenössischen Schwingfests
Einfach hat sich die Geschäftsleitung des Eidgenössischen Schwing- und Älplerfest Esaf den Entscheid offenbar nicht gemacht. Sie habe aber «nach zahlreichen Gesprächen und einem intensiven Austausch» entschieden, dass der Ennendaner Chocolatier ein Hauptsponsor bleibt, teilte das Esaf am Dienstag mit.
Nach der Ausstrahlung einer Dokumentation über Misshandlungen an einer vom ehemaligen Patron Jürg Läderach gegründeten Privatschule, ist der Ruf des Unternehmen schwer beschädigt. Das Zurich Film Festival beendete etwa einen Sponsoringvertrag mit Läderach.
Das sagt Esaf-Chef Walter Hofmann zum Läderach-Entscheid
Nicht für Vergehen der Elterngeneration verantwortlich machen
Das Esaf zeigt sich betroffen über die Vorkommnisse und spricht den Opfern ihr Mitgefühl aus. Der neue Unternehmensleiter Johannes Läderach habe sich in aller Form distanziert und eine unabhängige Untersuchung an der Schule selber als Privatperson vorangetrieben, heisst es in einer Mitteilung des Esaf.
Die Generation, welche Läderach heute führe, dürfe nicht für die Vergehen der Elterngeneration verantwortlich gemacht werden. Man solle das Unternehmen an den heutigen Leistungen messen.
Läderach dokumentiere mit seinem Engagement als sogenannter Königspartner seine regionale Verbundenheit und seinen Willen, dem Glarnerland etwas zurückzugeben, so das Esaf. OK-Präsident Jakob Kamm wird mit den Worten zitiert, dass Läderach nicht nur als einer der grössten Arbeitgeber der ausrichtenden Region, «sondern auch von seinen Überzeugungen her zu unserem Esaf passt».