Trockenheit und Hitze schadet Blättern von Buchen dauerhaft
Auch bei deutlich erhöhten Temperaturen können Bäume wachsen. Dazu benötigen sie aber genügend Wasser. Das haben Forschende in einer über fünf Jahre dauernden Untersuchung herausgefunden.
Bis zu 5 Grad sollen laut Prognosen die Temperaturen im Vergleich zur vorindustriellen Zeit steigen. Da sich die Waldbewirtschaftung an ein heisseres und trockeneres Klima anpassen muss, ist es für Forschende wichtig zu verstehen, wie sich Hitze und Trockenheit auf Bäume auswirkt.
Eine am Dienstag veröffentlichte Studie der Eidgenössischen Forschungsanstalt für Wald, Schnee und Landschaft (WSL) und der Eidgenössischen Technischen Hochschule in Lausanne (EPFL) zeigte: Die Erwärmung an sich ist nicht das grösste Problem für die Bäume.
Bäume unter Extrembedingungen
Seit fünf Jahren wuchsen auf einem Gelände in Birmensdorf junge Buchen und Flaumeichen. Beide sind für die Wirtschaft und die Waldökosysteme Mitteleuropas von Bedeutung. Sie befanden sich in Klimakammern. Während einige Bäume Trockenheit ausgesetzt waren, mussten andere um 5 Grad erhöhte Temperaturen aushalten.
Die Forschenden stellten fest, dass sowohl Hitze als auch Trockenheit für die Bäume Stress bedeuten. Ähnlich wie Menschen «schwitzen» auch Bäume. Über ihre Blattporen geben sie Wasser ab und können diese damit kühlen. Selbst wenn die Blattoberflächen 40 bis 45 Grad heiss wurden, funktionierte dieser Kühlmechanismus.
Geschädigt wurden die Blätter jedoch, wenn das Wasser im Boden knapp war. Dann schloss der Baum die Blattporen, um Wasser zu sparen. Die Blätter dehydrierten und überhitzten. Auf den Blättern der Buche zeigt sich dies anhand brauner Flecken.
Eichen halten Trockenheit besser aus
Besser vertrug die Eiche diese Bedingungen. Auf ihren Blättern konnten die Forschenden kaum Versengungen feststellen. Dies, obwohl sie den gleichen Bedingungen ausgesetzt war.