Trockene Böden und brennende Bäume
Zwar liegt in den Bergen noch viel Schnee. Trotzdem ist der heisse Sommer 2018 noch in aller Erinnerung. Das zeigte sich am Dienstagabend bei der Frühlingstagung der Gebäudeversicherung Graubünden (GVG) im GKB-Auditorium. Vier Experten referierten über das Thema Trockenheit – und keiner liess die Rekordwerte des letzten Jahres unbeachtet.
So bezeichnete etwa Andreas Fischer, Leiter der neuen Schweizer Klimaszenarien CH 2018, das letzte Jahr als aussergewöhnlich. «Diese Entwicklung entspricht ziemlich genau dem, was wir für die Zukunft vorhersagen», sagte er. Verschiedene Klimamodelle seien sich über die Zukunft der Schweiz hinsichtlich Temperatur einig: «Es wird wärmer.» Ohne Klimaschutz 2,5 Grad Celsius wärmer als heute bis Mitte des Jahrhunderts.
Zur Folge hat diese Entwicklung laut Fischer nicht nur trockenere Sommer, sondern auch schneearme Winter, mehr Hitzetage und weniger, aber heftigere Niederschläge. Klimaschutz könne schlimme Auswirkungen verhindern. Anpassung an den Klimawandel sei auf jeden Fall nötig.
Viele Risiken, wenige Chancen
Roland Hohmann, Chef der Sektion Klimaberichterstattung und -anpassung beim Bundesamt für Umwelt (Bafu), zeigte auf, wo die Chancen und Risiken des Klimawandels liegen. Anhand acht kantonaler Fallstudien hat das Bafu die Risiken des Klimawandels in zwölf Themen unterteilt, wie Hohmann erklärt.