Touristen-Golfcarts verstopfen Roms Zentrum – Ärger wächst
Tourismus
Sie stehen am Pantheon, kurven am Kolosseum vorbei – und verstopfen die engen Strassen von Rom: Scharen von Golfcarts kutschieren Feriengäste durch die historische Innenstadt.
Mit dem Trend wächst auch der Ärger. Taxifahrer und Mietwagenanbieter sind sauer – und sprechen mindestens von einer rechtlichen Grauzone. Die Behörden suchen nach Regelungen. Was eine umweltfreundliche Alternative sein könnte, entwickelt sich zum Konflikt um Massentourismus und Verkehrschaos.
Einem Bericht der Nachrichtenagentur Adnkronos zufolge wurden Ende September 131 Golfwagen rund um die Touristen-Hotspots Pantheon, Piazza Navona und Piazza del Popolo kontrolliert. Zehn Fahrzeuge wurden dem Bericht zufolge vorübergehend stillgelegt, 13 Führerscheine einbehalten und Bussgelder von insgesamt 38'000 Euro verhängt. Vier Fahrer hatten demnach keinen Führerschein. Sechs Fahrzeuge wurden ohne die erforderliche Genehmigung als Mietwagen mit Fahrer eingesetzt.
Die Carabinieri überprüften zudem Beschäftigungsverhältnisse. Ein Vertreter der Taxi-Gewerkschaft Usb forderte darüber hinaus Prüfungen möglicher steuerlicher Unregelmässigkeiten.
Touren für mehrere hundert Euro?
Dutzende Angebote für Rundfahrten gibt es im Internet, vom Ganztages-Trip bis zur Nachttour. Medienberichten zufolge können Fahrten aber auch teuer werden. Adnkronos nennt Preise von rund 100 Euro je Person und häufig etwa 400 Euro für eine private Tour mit fünf Personen.
Was hat die Stadtverwaltung unternommen?