Tornado bildet sich auf dem Bodensee
Zur Höhe und dem Durchmesser kann Meteorologe Kai-Uwe Nerding vom Deutschen Wetterdienst keine Angaben machen. Die Windgeschwindigkeiten in dem Tornado seien schwer zu schätzen, aber er gehe von 100 bis 150 Kilometern pro Stunde aus.
Da der Tornado sich nur über dem Wasser gebildet habe, gebe es keine Zerstörungen. Laut Wasserschutzpolizei kam es zu keinerlei Notfällen auf dem Wasser. Allerdings warnte Nerding vor weiteren Tornados am Nachmittag in der Region.
Immer wieder Tornados auf dem Bodensee
Laut Nerding kommt es immer wieder zu solchen Tornados auf dem Bodensee. Besonders sei, dass der Tornado so gut vom Ufer zu sehen gewesen sei – so auch von Wasserburg aus. Die Gewitterzelle, die für den Tornado gesorgt habe, habe sich schon wieder aufgelöst.
«In der Atmosphäre haben wir in den untersten Niveaus Rotation, und diese Rotation hat jetzt im Zusammenhang mit der Gewitterzelle, wo es dann eben auch Aufwinde gibt, dafür gesorgt, dass wir die Bildung von einem Tornado hatten», erklärte der Meteorologe.
Solche Tornados könnten nun auch aufgrund der allgemeinen Wetterlage in der Folge in den Regionen Oberschwaben und Allgäu auftreten. Auch dort kämen solche Tornados einige Male im Jahr vor. Bei einer entsprechenden Stärke wie jetzt auf dem Bodensee könnten dann etwa Bäume umgeknickt und Dächer abgedeckt werden, sagte Nerding.