Thusner Pitsch-Werkhof kann verkauft werden
Der Vergleich ist nach mehreren Einigungsverhandlungen diesen März zustande gekommen, und auch der Gläubigerausschuss hat ihn bereits genehmigt: Die beiden Banken, die im Konkurs über die Bauunternehmung Andrea Pitsch AG insgesamt rund neun Millionen Franken an Grundpfandforderungen am Thusner Pitsch-Werkhofgelände innehaben, verzichten für die Dauer von zwei Jahren darauf, eine öffentliche Versteigerung des Grundstücks einzuleiten. Ausserdem verlangen sie für dieselbe Dauer keinen Zins für diese Forderungen. Dies geht aus dem jüngsten Schreiben der Konkursverwaltung an die involvierten Gläubiger hervor.
Damit, so die für die Konkursabwicklung zuständige Firma Girschweiler Partner AG, erhalte man nun eine gute Ausgangslage für die geplante Verwertung des Thusner Pitsch-Areals. Der Zeitdruck sei für rund zwei Jahre abgebaut. Die Konkursverwaltung beabsichtigt, das 30'000 Quadratmeter grosse, auf 10,6 Millionen Franken geschätzte Gelände zu parzellieren und erschlossene Teilflächen von 2500 bis 4000 Quadratmetern freihändig zu verkaufen, wie im Schreiben festgehalten wird. Man habe einen Immobilienentwickler bereits einen Parzellierungsvorschlag ausarbeiten lassen. Bei einem vorteilhaften Angebot werde das Grundstück aber auch gesamthaft veräussert.
Vom Konkurs der Firma Pitsch im Jahr 2018 waren fast 200 Arbeitnehmende und über 400 Gläubiger betroffen gewesen. Für 86 laufende Baustellen hatte eine neue Lösung gesucht werden müssen. Die zugelassenen Forderungen gegen das Unternehmen beliefen sich auf 41 Millionen Franken.