Täter von Postautobrand in Kerzers war psychisch instabiler Mann
Ein sozial isolierter und psychisch instabiler 65-jähriger Schweizer aus dem Kanton Bern hat sich selbst im Postauto in Kerzers FR angezündet und damit den Brand ausgelöst, der fünf weitere Menschen in den Tod riss und ausserdem fünf verletzte. Das vermutet die Polizei.
Nach ersten Erkenntnissen steht für die Polizei die These einer vorsätzlichen Brandstiftung im Zentrum. Der Mann soll sich selber im Bus angezündet haben, bevor das Feuer sich auf das ganze Fahrzeug ausbreitete. Er sei von seiner Familie als vermisst gemeldet worden, sagte der Freiburger Kantonspolizei-Kommandant am Mittwoch vor den Medien.
Der mutmassliche Täter war der Berner Kantonspolizei im Zusammenhang mit Betäubungsmittelmissbrauch bekannt, wie sie eine Meldung der CH-Media-Blätter auf Anfrage bestätigte. Er hatte sich offenbar in einem Spital im Kanton Bern aufgehalten. Dieses meldete ihn am frühen Dienstagnachmittag als vermisst.
Die Polizei leitete nach eigenen Angaben sofort eine Suche ein. Sie stand auch in Kontakt mit Bezugspersonen beziehungsweise Angehörigen, um Hinweise auf eine mögliche Selbst- oder Fremdgefährdung zu erhalten. Solche Hinweise habe es aber zum gestrigen Zeitpunkt nicht gegeben. Den Mann konnte die Polizei nicht ausfindig machen.
16-Jähriger unter den Toten
Beim dem Brand kam auch der Busfahrer ums Leben, wie die Kantonspolizei Freiburg am Mittwochabend bekannt gab. Es handelt sich um einen 63-jährigen Mann portugiesischer Herkunft. Bei den weiteren Todesopfern handelt es sich um zwei Frauen im Alter von 25 und 39 Jahren sowie zwei Männer im Alter von 16 und 29 Jahren, alle Schweizer Staatsangehörige und in der Region wohnhaft.
Auch die Verletzten wurden identifiziert. Es handelt sich um zwei Männer im Alter von 34 und 61 Jahren sowie zwei Frauen im Alter von 27 und 56 Jahren, alle Schweizer Staatsangehörige, und einen 32-jährigen, kosovarischen Staatsangehörigen. Zwei Personen, die 56-jährige Frau und der 34-jährige Mann, befanden sich am Mittwochabend noch im Spital. Alle Opfer sind in der Region wohnhaft