Tadej Pogacar nach einer Machtdemonstration wieder in Gelb
Die erste schwere Bergetappe der Tour de France endet im Duell zwischen Tadej Pogacar und Jonas Vingegaard mit einer Machtdemonstration des Slowenen.
Pogacar erreicht das Ziel in Gavarnie-Gèdre in den Pyrenäen mit 2:38 Minuten Vorsprung vor dem Dänen. Die Differenz auf seinen Dauerrivalen im Gesamtklassement beträgt dank der Bonifikation einigen Sekunden mehr, nämlich 2:42 Minuten. Als Dritter steht derzeit der Mexikaner Isaac del Toro auf dem Tour-Podest. Der Team-Kollege von Pogacar ist 3:27 im Hintertreffen.
«Ein unglaublicher Sieg, einer der süssesten», sagte Pogacar unmittelbar nach dem Rennen im offiziellen Interview. Dieser Erfolg gehöre zu den Top 5 bei seinen Auftritten an der Tour de France. Er habe oft an seinen Handbruch am Tourmalet zurückdenken müssen, er habe einige «Flashbacks» gehabt. «Es ging mir in den Gedanken während der Fahrt nicht um jede Sekunde», sagte er hinsichtlich des vergrösserten Abstands. «Ich wollte einfach voll durchfahren.»
Zweiter und erster Verlierer
Vingegaard kam am Donnerstag als Zweiter ins Ziel. Er selber war wiederum 20 Sekunden schneller als eine Gruppe mit Remco Evenepoel, Paul Seixas oder Del Toro. Yannis Voisard als bester Schweizer fuhr als 16. mit 8:21 Minuten Rückstand über die Ziellinie. Im Gesamtklassement ist der Jurassier 21.
Mit dem Tagessieg übernahm Pogacar das Leadertrikot von Torstein Träen. Der Norweger im Maillot jaune stürzte, bereits klar distanziert, in einer Abfahrt in einer Kurve. Dennoch setzte er die Rundfahrt fort.
Früher Angriff
Die Entscheidung um den Tagessieg fiel 5 km vor dem Kulminationspunkt des Col du Tourmalet, dem zweitletzten Hindernis des Tages. Pogacar griff an, Vingegaard konnte zunächst in Sichtweite folgen. Doch in den letzten Kehren musste der Däne abreissen lassen. Er konnte das Tempo nicht mehr halten und fuhr mit 30 Sekunden Rückstand über den Pass.