SVP-Spitze sieht Wachstumspotenzial in der ganzen Schweiz
Die Spitze der SVP Schweiz sieht im Hinblick auf die nationalen Wahlen in einem Jahr in der ganzen Schweiz Wachstumspotenzial. Ihr Ziel ist es, 100'000 zusätzliche Wählerinnen und Wähler zu gewinnen. Einen genauen Zielwert für den Wähleranteil nennt sie nicht.
«Wir brauchen überall mehr SVP», sagte Nationalrat und Wahlkampfleiter Manuel Strupler am Donnerstag in Bern vor den Medien. Das grösste Potenzial sieht Parteipräsident Marcel Dettling bei Personen, die sich von der Politik abgehängt fühlen – sogenannten Politikverdrossenen.
Der Waadtländer Nationalrat Yvan Pahud sieht auch in der Romandie weiteres Wachstumspotenzial für die SVP. «Bei den letzten Wahlen sind wir im Tessin und vor allem in der Westschweiz stärker geworden.» Diesen Trend gelte es fortzusetzen.
Mehr Ständeratssitze
Angesprochen auf den mehrmals gescheiterten Angriff auf den Ständerat, sagte Strupler: «Wir werden in allen Kantonen für den Ständerat antreten, wo es Möglichkeiten gibt.» Der vor vergangenen Wahlen angekündigte «Sturm aufs Stöckli» sei rückblickend betrachtet nur «ein Windchen» gewesen.
Obwohl es Polparteien bei Majorzwahlen tendenziell schwieriger haben, zeigte sich der SVP-Wahlkampfleiter zuversichtlich. Mehrere kantonale Wahlen hätten gezeigt, dass die Wählerinnen und Wähler der SVP mehr Verantwortung übertragen möchten. «Stärker werden im Parlament heisst auch stärker werden im Ständerat, das ist ganz klar.»
Der Tessiner Ständerat Marco Chiesa nahm die FDP und die Mitte-Partei in die Pflicht. «Die bürgerlichen Parteien sind in der Verantwortung, auch unsere Kandidierenden in den Ständeratswahlkämpfen zu unterstützen.»