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Schweiz und Welt

Strasse, Bahn und Hotel bleiben zu

Südostschweiz
22.12.2020, 04:30 Uhr
heute um 12:16 Uhr

Die Personensicherheit gehe vor, steht in der gestrigen Medienmitteilung, welche die Verantwortlichen der Gemeinde Glarus Süd, der Luftseilbahn Kies-Mettmen AG und des Berghotels «Mettmen» gestern gemeinsam verfasst und verschickt haben. Die Strasse zwischen Schwanden und Kies bleibt bis auf Weiteres geschlossen. Sie führt zur Luftseilbahn Kies-Mettmen, über die wiederum das Berghotel «Mettmen» erschlossen wird. Am 9. Dezember war ein mehrere Meter langes Stück Trockenmauer auf der Bergseite auf die Strasse gestürzt und hatte diese beschädigt (Ausgabe vom 10. Dezember).

Die Gemeinde arbeite auf Hochtouren, um das Gelände zu sichern, steht in der Mitteilung weiter. Aber die Sicherheit der Gäste und Mitarbeitenden gehe vor. Weiter lasse die gegenwärtige Gesundheitslage touristische Dienstleistungsbetriebe in grosser Ungewissheit und beschere ihnen massiven Mehraufwand für Corona-Schutzmassnahmen. Trotzdem wurde die Saisoneröffnung Ende Dezember sowohl für das Berghotel «Mettmen» als auch für die Luftseilbahn Kies-Mettmen bereits geplant, als die Meldung des Erdrusches auf der Zubringerstrecke die Sicherheitsfrage verschärfte.

«Da sich die Rutschung noch nicht beruhigt hat, ist davon auszugehen, dass die Strasse ins Kies für längere Zeit unbefahrbar bleibt», heisst es jetzt.

Mit Partnern arbeite die Gemeinde aber weiter daran, möglichst rasch, viel Wasser aus der Rutschfläche abzuleiten. Um diese Arbeiten zu ermöglichen, war zuerst ein Sicherheits-Holzschlag nötig. Für die bessere Beurteilung der Situation werden diese Woche zudem Sondierbohrungen durchgeführt.

Beim Berghotel «Mettmen» und bei der Luftseilbahn Kies-Mettmen sei nun unabhängig voneinander beschlossen worden, den Betrieb bis auf Weiteres nicht aufzunehmen. «Die Sicherheit von Gästen und Personal ist das Wichtigste», wird Sara Frei-Elmer, die Gastgeberin im Berghotel, in der Mitteilung zitiert. «Zum Glück kam niemand in den Erdrutsch», ergänzt Fritz Marti, der Präsident der Luftseilbahn.

Den Entscheid beeinflusst habe neben der unsicheren Corona-Lage und der Verschärfungen der Massnahmen gegen die Pandemie auch die fehlende sichere Zufahrt für Gäste und Personal sowie absehbare Logistikprobleme für Lieferanten.

Die Niederentalstrasse kann bis zum Güetliwinkel befahren werden. Dort ist auch eine beschränkte Anzahl Parkplätze vorhanden, und ab dort ist der Zugang ins Niederental auf dem alten Niederenweg zu Fuss möglich. Dabei handle es sich aber um freies Gelände, das von der Gemeinde nicht überwacht werde.

Zu Fuss oder auf Tourenskiern bleibt die Region Kärpf auf alternativen Routen wie beispielsweise über Elm Ämpächli erreichbar. Die Leglerhütte bleibt geöffnet, im Naturfreundehaus Mettmen wolle man bei schönem Wetter und auf Anfrage ebenfalls öffnen. Vor einem Besuch empfiehlt sich, die jeweiligen Informationen auf der Webseite zu beachten. (mitg/red)

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