Steinschlagverbauung Gruobenwald
Das Gebiet zwischen dem Tschägibach und dem Gruobenstutz ist durch Steinschlag gefährdet. Aus dem Ausbruchgebiet Sattelfluh traten schon wiederholt Stein- und Blockschläge auf. Dank der Schutzfunktion des Waldes konnten grössere Ereignisse verhindert werden. Vereinzelt wurden aber auch Baumtreffer bis auf die Strasse und zum Trasse der Rhätischen Bahn beobachtet. Die nachhaltige Schutzwirkung des Waldes ist aufgrund ausbleibender Verjüngung in Gefahr. Das Schadenpotenzial ist in diesem Gebiet gross und auf mehrere Akteure verteilt. So sind Siedlungsgebiet, Kantonsstrasse, die Nationalstrasse und die RhB im potenziellen Gefahrenbereich. Die vereinzelt bestehenden Schutzverbauungen (Holzpalisaden, Bruchsteinmauer, Fallboden, Erddämme) sind in einem schlechten Zustand und nicht auf das Bemessungsszenario dimensioniert.
Schutzdämme und -Netze
Aufgrund des schon lange bekannten Gefahren- und Schadenpotenzials sind Massnahmen in diesem Gebiet zwingend notwendig. Das Projekt sieht eine Kombination von Schutzdämmen und Steinschlagschutznetzen vor. Die vorgeschlagenen Massnahmen schützen im Bereich der Verkehrsträger vor einem Szenario mit einer Blockgrösse von 1 m3 wie es alle 30–100 Jahre vorkommen kann und im Bereich der Siedlung vor einem 100-jährlichen Szenario mit einer Blockgrösse 2 m. Das Restrisiko durch grösser Blöcke wird akzeptiert. Die Wirksamkeit der Massnahmen liegt bei einem Nutzen-/ Kostenverhältnis von 1.2, das heisst der Nutzen ist auch rechnerisch höher als die Kosten und somit kostenwirksam. Durch die Schutzbauten wird es zudem erst möglich sein die Schutzwaldpflege zu intensivieren.