Steinschlag-Schutzdamm in La Resgia ist wieder fit
Die Gefahr, dass Pontresina schwer von Steinschlägen getroffen wird, ist seit dieser Woche etwas kleiner. Wie die Gemeinde am Freitag mitteilte, hat die Gemeinde den Steinschlag-Schutzdamm in La Resgia wieder instand gestellt. Gekostet haben diese Arbeiten 75'000 Franken. Davon übernehmen 80 Prozent Bund und Kanton.
Schweres Ereignis in 2020
Im August 2020 gingen im Gebiet La Resgia am nordöstlichen Dorfeingang von Pontresina in Siedlungsgebiets- und Wegnähe rund 80 Kubikmeter Fels ab. Als Folge wurde ein Überwachungssystem installiert, und im Oktober 2020 legten die Gemeinde in Zusammenarbeit mit den Gefahrenspezialisten vom kantonalen Amt für Wald und Naturgefahren (AWN) ein Sicherheitskonzept fest. Im Jahr 2021 folgten diverse Felsbewegungen, aber keine nennenswerten Abgänge. Sicherheitshalber wurde der Zugang zum Klettersteig La Resgia jedoch verlegt.
Um Gefahren besser abwägen zu können, stellten das AWN und der zuständige Geologe eine detaillierte Gefährdungsanalyse vor und präsentierten Massnahmenvorschläge. Der Gemeindevorstand sprach sich dabei für die Variante «Weiterführung Überwachung bis Absturz, anschliessend Optimierung bestehender Damm» aus und beauftragte das AWN, die Wiederherstellung des vorhandenen, aber zugeschütteten Damms zu planen. Diese Arbeiten konnten jedoch erst begonnen werden, sofern es davor zu einem weiteren Felsabgang gekommen war.
Zwölf Tage Bauzeit
Am 25. Juni 2022 kam es dann zu einem solchen Ereignis. Dabei konnten verschiedene Erkenntnisse gewonnen werden, und nachdem einige Geologen die Gefahrensituation neu beurteilt hatten, beschloss der Gemeindevorstand den sofortigen Start der Arbeiten.
Gemäss Mitteilung startete der 40-Tonnen-Bagger am 14. September mit der Bauarbeit. Am 26. September war der Steinschlag-Schutzdamm schliesslich fertig. Wie es abschliessend seitens Gemeinde heisst, besteht nun wieder eine analoge Gefährdungssituation wie vor dem Ereignis im August 2020. (red)