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Schweiz und Welt

Steinschlag bei Zernez: «Keine Sicherung erforderlich»

Südostschweiz
28.04.2021, 07:00 Uhr
gestern um 16:30 Uhr

Auf der Engadinerstrasse vor Zernez ist es am Dienstag zu einem Steinschlag gekommen. Wie ein Leserreporter mitteilte, ereignete sich der Rutsch um etwa 12 Uhr. Es seien aber auch schon vorher immer wieder Steine auf die Strasse gerollt. «Wie lange dauert es, bis der Kanton Sicherungsmassnahmen erstellt?», fragte er.

Seine Bilder zeigen das Ausmass des Steinschlags:

Auf Anfrage von «suedostschweiz.ch» bestätigte die Kantonspolizei Graubünden das Ereignis. Man habe kurz vor 12.30 Uhr die Meldung eines Steinschlags bei Zernez erhalten. Da jedoch weder Personen- oder Sachschaden entstanden sei, habe sich die Polizei nicht vor Ort begeben, sondern die Meldung an das Tiefbauamt Graubünden weitergeleitet.

Dieses erklärte am Mittwoch, dass die betroffene Strasse bereits am Dienstag nach den abgeschlossenen Räumungsarbeiten wieder geöffnet werden konnte. Am Mittwoch wurde loses Gestein von der Wand gereinigt.

Temperatur entscheidend

Zum Steinschlag kam es laut dem kantonalen Tiefbauamt aufgrund der Temperaturveränderungen. Schmelzwasser dringe in solchen Fällen in die Ritzen ein. Im Zusammenspiel mit den Temperaturunterschieden komme es dann zu Sprengvorkommnissen. Lockere Steine werden dabei herausgedrückt, wie das Tiefbauamt schreibt. Dass es im Frühling zu einem solchen Ereignis komme, sei keine Seltenheit. Damit müsse zu dieser Zeit überall im Gebirge gerechnet werden.

Der betroffene Felshang vor Zernez erfordere keine weiteren besonderen Massnahmen, schreibt das Amt weiter. Auch geologische Abklärungen seien nicht nötig gewesen. Für das Tiefbauamt Graubünden sei der Fall damit erledigt. Die Stelle werde aber bei Kontrollgängen beobachtet. (paa)

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