Stadtzürcher Parlament kämpft um Imbiss-Stände am Bellevue
Das Stadtzürcher Parlament hat sich am Mittwoch erneut für eine Rettung der Imbiss-Stände «Riviera» und «Bistro & Grill am See» eingesetzt. Der Stadtrat soll noch einmal über die Bücher gehen und eine Lösung suchen.
Seit über 40 Jahren gehört der Imbiss «Riviera» zum Zürcher Bellevue, doch nun droht dem Traditionsbetrieb das Aus – ebenso dem «Bistro & Grill am See». Den Inhabern wurde bereits per Ende September 2026 gekündigt.
Intensiv debattierte der Gemeinderat am Mittwoch über die Zukunft der Betriebe, die sich auf dem Grundstück der Stadt in einer sogenannten Freihaltezone befinden. Allerdings sind sie laut Stadtrat nicht mehr bewilligungsfähig.
Es gibt keinen Richtplaneintrag. Zudem sind verschiedene Anforderungen nicht erfüllt, beispielsweise gibt es keine Personalgarderoben. Die SVP-Gemeinderäte Attila Kipfer und Michele Romagnolo starteten mit einem Vorstoss im Gemeinderat einen weiteren Rettungsversuch, denn für sie steht fest: Die Schliessung des bekannten Hotspots wäre ein falsches Signal an das Gewerbe und muss verhindert werden.
SVP kritisert «sture» Haltung des Stadtrats
Michele Romagnolo (SVP) betonte die lange Tradition besonders des in zweiter Generation geführten Imbisses «Riviera». Er warnte vor dem Verlust von zehn Arbeitsplätzen und kritisierte die «sture» Haltung des Stadtrats gegenüber Unternehmen.
Stadtrat Daniel Leupi wies die Kritik jedoch als «unsachlich» zurück. Er betonte, dass die Befristung seit 15 Jahren bekannt sei. Zudem schreibe das Wettbewerbsrecht auf öffentlichem Grund zwingend Ausschreibungen vor. Werden diese umgangen, sei dies unfair den Mitbewerbern gegenüber. Zudem habe die Stadt bereits eine Vereinbarung mit den Betrieben am Bellevue getroffen.
Përparim Avdili von der FDP forderte mittels Textänderungsantrag eine Lösung: Der Betrieb soll bis zum Abschluss einer neuen Ausschreibung weitergeführt werden können, um eine nahtlose Übergangsphase zu garantieren.