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Schweiz und Welt

Stadtcasino Baden zieht sich aus Davos zurück

Davoser Zeitung
18.10.2021, 16:58 Uhr
11.05.2026, 12:16 Uhr

Die Mitarbeitenden werden von der Käuferin übernommen. Die Transaktion muss von der Eidgenössischen Spielbankenkommission ESBK noch genehmigt werden.

Bislang war die Trägerschaft des Casino Davos zwischen der Stadtcasino Baden AG mit 46 Prozent der Aktienanteile, der belgischen Ardent-Gruppe mit 44 Prozent und der Davos Destinations-Organisation (DDO) mit 10 Prozent aufgeteilt. Die Ardent-Gruppe spielte insbesondere im Hinblick auf den Aufbau des Online Casinos casino777.ch eine wesentliche Rolle und brachte ihre Erfahrung als Anbieterin von Online Casinos ein.

Im Hinblick auf die Weiterentwicklung insbesondere der Online-Aktivitäten auf casino777.ch zeigten sich zuletzt zwischen den Partnern unterschiedliche Vorstellungen. Sie führten schliesslich zur Übereinkunft, dass es für die Weiterentwicklung von Casino Davos von Vorteil ist, wenn ein Partner den Lead übernimmt und die Stadtcasino Baden AG ihren Anteil an die Ardent Gruppe verkauft.

Eigene Software-Entwicklung vorantreiben

Die Stadtcasino Baden AG hatte sich beim Aufbau der Online Casinos casino777.ch und jackpots.ch bewusst für eine Doppelstrategie entschieden: casino777.ch als Online-Ableger des Casinos Davos wurde auf der Plattform eines Drittanbieters aufgesetzt. Für jackpots.ch, das Onlineprojekt des Grand Casinos Baden, entwickelte die Tochterfirma Gamanza eine eigene Plattform unter dem Markennamen «GaminGenius». Diese Plattform wird mittlerweile nicht mehr nur von jackpots.ch, sondern auch von fünf weiteren Schweizer Casinos als Softwarebasis ihrer Online Casinos eingesetzt und ist damit Marktführerin in der Schweiz.

Der Verkauf der Anteile an Casino Davos ermöglicht es der Stadtcasino Baden Gruppe, sich in Zukunft auf die Weiterentwicklung der eigenen Softwarelösung innerhalb der Gamanza zu konzentrieren und auf weitere eigene Projekte zu fokussieren. (pd)

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