Stadt Zürich prüft Glacewagen statt Wurststände am Bellevue
Am Bellevue könnte bald Glace statt Wurst verkauft werden. Die Stadt Zürich prüft, ob anstelle der beiden Imbisse Standorte für «fliegende Händler» eingerichtet werden können. Diese haben klare Vorgaben, was sie verkaufen dürfen.
Letzte Woche verabschiedete sich der «Riviera-Imbiss"am Bellevue von seinen Gästen. Auch für das "Bistro & Grill am See» auf der anderen Strassenseite ist die Zeit abgelaufen. Für die Stadt Zürich sind sie nicht mehr bewilligungsfähig.
Nach einer letzten Gnadenfrist ist seit Ende September Schluss. Doch was ersetzt die Imbisse an dieser attraktiven Lage? Sicher ist noch nichts. Das zuständige Finanzdepartement schreibt auf Anfrage von Keystone-SDA aber, dass derzeit «Standorte für fliegende Händler » geprüft würden.
Was diese tun dürfen, ist klar definiert. «Darunter fallen Gefährte, aus denen ausschliesslich Glace, Softgetränke und verpackte Snacks verkauft werden», heisst es in der Antwort der Stadt. Würste, Burger oder Alkohol wären also nicht mehr erlaubt.
Beliebte Plätze
Die «fliegenden Händler» entsprechen dem Leitbild Seebecken von Stadt und Kanton. Rund um das Seebecken bewilligte die Stadt Zürich bisher 13 solcher Standorte, am Bellevue könnten also zwei dazu kommen. Alle Plätze sind derzeit belegt.
Bauten wie die Imbisse bräuchten diverse Bewilligungen, unter anderem eine gewässerschutzrechtliche Ausnahmebewilligung des Kantons. Für «fliegende Händler» gelten klare Vorschriften: Keine Aufbauten, keine Tische und Stühle, kein Verkauf anderer Produkte. Das Gefährt darf eine Grundfläche von 3 Quadratmetern nicht überschreiten und nicht breiter als 1 Meter sein.