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Schweiz und Welt

Stadt Chur nimmt über 13 Millionen mehr ein als budgetiert

Südostschweiz
24.03.2022, 13:45 Uhr
heute um 11:31 Uhr

Die Stadt Chur hat im Jahr 2021 insgesamt 297,8 Millionen Franken eingenommen, wie sie in einer Mitteilung schreibt. Bei einem Aufwand von 274,1 Millionen Franken bedeutet das ein Gewinn von 23,7 Millionen Franken. Budgetiert waren 13,1 Millionen Franken weniger. Das Eigenkapital der Stadt Chur hat seit 2015 um 150 auf 641 Millionen Franken zugenommen.

Vor allem an Steuern nahm die Stadt mit 21,5 Millionen Franken im vergangenen Jahr mehr ein als budgetiert gewesen war. Auch die Verbuchung des Dotationskapitals der Gevag spielt eine Rolle. Sie ist 6,8 Millionen Franken höher ausgefallen als eingeplant. «Die Umwandlung der Gevag in eine öffentlich-rechtliche Anstalt hat der Stadt einen erfolgswirksamen Ertrag von 14,8 Millionen Franken zugeführt», heisst es diesbezüglich in der Mitteilung. Gespart hat die Stadt ausserdem bei den Personalkosten, beim Sach- und übrigen Betriebsaufwand sowie beim Transferaufwand.

Investitionen trotz Corona-Minus

Minus machte die Stadt hingegen wegen Corona. Die Pandemie schadete der Stadt mit 2,5 Millionen Franken. Dass sie nicht noch mehr Geld wegen Corona verloren habe, sei dem Staat zu verdanken, sagte Stadtpräsident Urs Marti gegenüber der Nachrichtenagentur Keystone-SDA. Mit Finanzhilfen habe der Staat dafür gesorgt, dass viele Menschen dennoch ein Einkommen gehabt hätten.

Rekordverdächtig sieht es dafür wiederum bei den Investitionen aus. Rund 72,3 Millionen Franken gab die Stadt im vergangenen Jahr aus. So viel wie noch nie. Die grössten Projekte waren laut Mitteilung das Projekt Eisball, der Baubeitrag Bergbahnen Chur Dreibündenstein, der Ausbau Dachgeschoss und die Dachsanierung des Rathauses, die Sanierung der Carmennahütte, der Neubau des Schulhaus Haldenstein und die Schul- und Sportanlage Ringstrasse. (so)

 

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