St. Galler Spitalverbund Hoch startet mit schwarzen Zahlen
Der St. Galler Spitalverbund Health Ostschweiz (Hoch) hat das erste Jahr nach dem Zusammenschluss mit schwarzen Zahlen abgeschlossen. Der Gewinn betrug 34,4 Millionen Franken.
Im Januar 2025 schlossen sich im Kanton St. Gallen die noch vier verbliebenen Spitäler in St. Gallen, Grabs, Uznach und Wil zu einer gemeinsamen Organisation namens «Health Ostschweiz» zusammen. Seither gibt es statt wie bisher vier nur noch eine gemeinsame Geschäftsleitung. Entstanden ist eine der grössten Gesundheitsorganisationen in der Schweiz mit rund 8500 Mitarbeitenden.
Später soll aus der öffentlich-rechtlichen Anstalt eine Aktiengesellschaft werden. Dieser Schritt ist politisch bereits vorgespurt. Veränderungen gibt es aber nicht nur bei der Organisation. Das zeigen die vielen Bauprojekte auf dem Areal des Kantonsspitals. Verschiedene neue Gebäude stehen bereits, bei anderen sind erst die Fundamente zu sehen. Alles sei auf Kurs, hiess an der Medienorientierung vom Donnerstag.
Das gilt offensichtlich auch für die Finanzen. 2023 betrug das Minus der damals noch vier Spitalverbünde 59 Millionen Franken. Für 2024 wurde mit einem Verlust von 800'000 Franken bereits eine «signifikante Verbesserung» erreicht, wie es damals hiess. Das Ergebnis des ersten Geschäftsjahrs von Health Ostschweiz ist nun nochmals deutlich besser ausgefallen.
Erstmals wieder schwarze Zahlen
Bei einem Aufwand von 1,4 Milliarden gibt es 2025 einen Gewinn von 34,4 Millionen Franken. Simon Wildermuth, CEO von Health Ostschweiz, nannte es das beste Resultat, welches das Spital je erzielt habe. Alle Standorte hätten ihre Ziele erreicht.
Das Ergebnis sei aus dem Kerngeschäft und mit tiefen Tarifen erwirtschaftet worden, und obwohl gleichzeitig die Fusion stattfand. «Wir kommen aus einer nicht einfachen Zeit», spielte er auf die teils hohen Defizite der letzten Jahre an.
Was lief besser? Es reiche nicht, sich nur an einem Ort zu steigern, sagte der CEO. Er nannte verschiedene Faktoren, die sich auswirkten: Im ambulanten Bereich habe man sich deutlich steigern können. Unter anderem sei das Gesundheitszentrum in Rorschach gut gestartet. Bald soll es ein ähnliches Angebot in Altstätten geben.