St. Galler Sicherheitsexperte gibt Tipps zum Schutz vor Einbrechern
Allein rund 600 Einbrüche hat es im Kanton St. Gallen zwischen Ende Oktober 2025 und Anfang März dieses Jahres in den dunklen Morgen- und Abendstunden gegeben. Nun beginnt die heisse Phase der sogenannten Dämmerungseinbrüche erneut. Wie man seinen Wohnraum bestmöglich davor schützt, weiss der Sicherheitsexperte der Kantonspolizei St. Gallen.
Mit der zunehmenden Dunkelheit geht auch die Zahl der Einbrüche wieder nach oben. «Die dunkle Jahreszeit zwischen Ende Oktober und Anfang März ist die Zeit der sogenannten Dämmerungseinbrüche», heisst es seitens der St. Galler Kantonspolizei. Erst jüngst sind der Notrufzentrale an nur einem Wochenende zehn Einbrüche und Einbruchsversuche im Kanton gemeldet worden. Im Interview gibt Urs Bücheler, Leiter Sicherheitsberatung bei der Kantonspolizei St. Gallen, Tipps für den Schutz vor Einbrechern.
Wenn Hauseigentümer oder Mieter nur eine einzige Sache zur Sicherung vor Einbrüchen machen wollen oder können: Was empfehlen Sie prioritär?
Urs Bücheler: Der Einbruchsschutz an der Aussenfassade ist entscheidend. Die Täter probieren es beispielsweise an Fenstern oder an Haustüren. Wenn die standhalten, ziehen die Einbrecher weiter. Wenn nicht, sind sie im Objekt und durchsuchen dieses.
Einbrecher sollten es möglichst schwer haben, in ein Gebäude zu gelangen. Oft wird von der sogenannten Drei-Minuten-Regel gesprochen. Können Sie uns das ausführen?
Schraubenzieher, Kanthölzer und Zangen sind in der Regel die am häufigsten verwendeten Einbruchswerkzeuge. Die Industrie hat mit der sogenannten Resistenzklasse zwei für Wohneigentum auch Produkte entwickelt, die dem Einsatz solcher Werkzeuge drei Minuten standhalten müssen. Drei Minuten deshalb, weil sich Täter in der Regel nie länger als drei Minuten an einem Fenster oder an Türen zu schaffen machen, sondern früher wieder von ihrem Vorhaben ablassen.