Sportliches Feuerwerk auf höchstem Niveau
«Bei Davos Nordic laufen jedes Jahr Sportler und Sportlerinnen aus der absoluten Weltspitze mit», erklärt die langjährige OK-Präsidentin Barbara Flury. «Dieses Jahr sind es aber schon überdurchschnittlich viele! Wir freuen uns daher auf besonders hochkarätige Wettkämpfe.» Insgesamt werden gegen 350 Athleten und Athletinnen aus knapp 40 Nationen erwartet, darunter 19 Schweizer und 11 Schweizerinnen (siehe Kasten). Am Samstag finden die Wettkämpfe in der Disziplin Skating Sprint statt, am Sonntag starten die Männer zu 15 und die Frauen zu 10 Kilometer Skating Einzel. Bei den Herren dürfte vor allem der russisch-norwegische Schlagabtausch für Furore sorgen. Der letztjährige Gesamtweltcupsieger Alexander Bolshunov aus Russland reist mit seinem ganzen Schnellzug an: Er und sein Team sind bereits fulminant mit mehreren Top-Plätzen bei Distanzrennen in die Weltcup-Saison gestartet. Aber auch im Sprint werden die Russen ein Wörtchen mitreden, allen voran Ruka-Sieger Alexander Terentev. Diesmal sind aber auch die favorisierten Norweger rund um Sprint-Überflieger Johannes Hoesflot Klaebo wieder am Start, die sich letztes Jahr aufgrund von Corona kurzfristig zurückzogen. Zu Saisonbeginn duellierten sie sich schon mehrfach mit dem russischen Team und zeigten, dass sie auch in diesem Winter voller Power stecken. Aber auch Athleten aus Finnland, Italien oder Frankreich sowie hoffentlich der Schweiz werden ein Wörtchen um die Siege mitreden.
US-Favoritinnen gegen Nordeuropa
Bei den Frauen stehen mit den US-Amerikanerinnen Jessica Diggins und Rosie Brennan die letztjährige Gesamtweltcupsiegerin sowie die Gewinnerin von Davos Nordic 2020 im Sprint und Distanzrennen am Start. Sie müssen aber zuerst an der starken Konkurrenz aus Norwegen, nach wie vor angeführt von Therese Johaug, und Schweden, mit der aktuell dominierenden Frida Karlsson, vorbeikommen. Auch Vertreterinnen aus Finnland, Russland, Deutschland und der Schweiz dürften voraussichtlich vorne mit-kämpfen.
Was leisten Dario Cologna und Laurien van der Graaff?
Auch sämtliche Spitzenläufer und -läuferinnen aus der Schweiz werden am Heim-Weltcup am Start stehen – allen voran natürlich Dario Cologna. Wenn alles zusammenpasst, liegt für ihn ein Podestplatz im Distanzrennen durchaus in Reichweite. Gleich doppelte Chancen auf ein Podest hat die Schweiz im Sprint der Damen: Mit Laurien van der Graaff, die vor ihrer Haustüre nochmals alles geben wird, und der letztjährigen Vierten sowie äusserst stark in die Saison gestarteten Nadine Fähndrich zählen gleich zwei Schweizerinnen zum engeren Favoritenkreis. Für Dario Cologna, erfolgreichster Schweizer Langläufer aller Zeiten, Laurien van der Graaff, WM-Silbermedaillen-Gewinnerin und Weltcupsiegerin sowie für Sprint-Spezialist Jovian Hediger wird es der letzte Auftritt bei Davos Nordic sein. Sie alle haben per Saisonende ihren Rücktritt erklärt. Neben den erfahrenen Schweizer Spitzenathleten bietet der Weltcup in Davos aber auch stets viel Raum für neue Leistungsträger. «Davos Nordic ist als Talentschmiede bekannt», erläutert Barbara Flury. «Dank des erweiterten Kontingents haben traditionell zahlreiche Schweizer Nachwuchsathleten die Chance, hier erste wertvolle Weltcuperfahrungen zu sammeln. Schon manch grosse Schweizer Langlaufkarriere wurde hier gestartet.» So werden auch dieses Jahr wieder mehrere junge Nachwuchstalente aus dem vollen schöpfen. Ein besonderes Augenmerk gilt zum Beispiel dem 21-jährigen Valerio Grond, der bei seiner Weltcup-Premiere letztes Jahr im Sprint bis in den Final vorstiess und das Rennen auf dem sagenhaften sechsten Platz beendete.
Wieder mit Zuschauern und Rahmenprogramm
Eine besondere Freude ist es auch, dass Davos Nordic dieses Jahr wieder vor Publikum stattfindet. «Wir freuen uns schon riesig auf die tobende Menge – die Seele von Davos Nordic», wie Barbara Flury findet. Neben Sport-Spektakel auf höchstem Niveau wird im Bünda-Stadion auch ein attraktives Rahmenprogramm geboten. Tagestickets für das Bünda- Gelände sind im Online-Vorverkauf sowie zu einem Aufpreis an der Tageskasse vor Ort erhältlich. Für Kinder bis 16 Jahre bleibt der Eintritt gratis. Aus organisatorischen Gründen empfiehlt der Veranstalter, die Tickets im Vorfeld online auf www.davosnordic.ch zu kaufen. Um ins Stadion zu gelangen, müssen Besucher ein gültiges Covid-Zertifikat vorweisen (3G-Regel). In den Innenräumen gilt Maskenpflicht.
20. Daehlie Kids-Event
Am Sonntag, 12. Dezember, ab 8.45 Uhr, werden wieder mehrere hundert strahlende Kindergesichter ihre Runden auf der Sprintstrecke im Original-Weltcup-Stadion drehen und den Norweger Björn Daehlie, Namensgeber des Anlasses und erfolgreichster Langläufer aller Zeiten, persönlich treffen. Zur 20. Austragung des Daehlie Kids-Events gibt es extra ein Jubiläumsprogramm mit Konzert der Kinderband «Zwirbelwind», Ballonwettbewerb und Grittibänzen im Ziel. Die Teilnahme ist gratis und steht Kindern aller Langlaufniveaus bis 16 Jahren offen, Anmeldung über www.davosnordic.ch. (pd/ps)
Das Programm von Davos Nordic
Samstag, 11. Dezember
11.45 Uhr: Sprint, Damen und Herren, Prolog – freie Technik
14.15 Uhr: Sprint, Damen und Herren, Finalläufe – freie Technik Anschliessend Siegerehrung (ca. 15.45 Uhr)
Sonntag, 12. Dezember
8.45 Uhr: 20. Daehlie Kids-Event
10.40 Uhr: Einzelstart Herren, 15 Kilometer– freie Technik Anschliessend Siegerehrung (ca. 12.15 Uhr)
14 Uhr: Einzelstart Damen, 10 Kilometer – freie Technik Anschliessend Siegerehrung (ca. 15.15 Uhr)
Dario Cologna wird zum letzten Mal am Davos Nordic teilnehmen. Bild: zVg
Eine Impression des letztjährigen Wettkampfes. Bild: ca
Schweizer Aufgebot
Frauen
Nadine Fähndrich (Sprint und Distanz), Laurien van der Graaff (S+D), Lea Fischer (S), Lydia Hiernickel (S+D), Alina Meier, Désirée Steiner, Nadja Kälin (D), Anja Weber (S), Giuliana Werro (D), Maria Christen (D), Aita Kaufmann (D).
Männer
Dario Cologna (S+D), Jonas Baumann (D), Roman Furger (S+D), Jovian Hediger (S), Erwan Käser (S+D), Beda Klee (D), Candide Pralong (D), Janik Riebli (S), Jason Rüesch (D), Roman Schaad (S), Cédric Steiner (S+D), Cyril Fähndrich (S+D), Valerio Grond (S), Avelino Näpflin (D), Cla-Ursin Nufer (D), Nicola Wigger (D), Florian Guler (S), Livio Matossi (S), Gian Flurin Pfäffli (S).