Spital Wetzikon verschiebt wegen Übernahmeangebot Versammlung
Die Gläubigerversammlung des Spitals Wetzikon wird verschoben: Grund dafür ist ein konkretes, schriftliches Übernahmeangebot.
Geplant war die Versammlung eigentlich für Mitte Mai. Nun wird dieser Anlass auf einen noch nicht bekannten Zeitpunkt verschoben. Das schriftliche Angebot verspreche den Gläubigern eine potenziell höhere Nachlassdividende als der bereits ausgearbeitete Sanierungsplan, teilte die GZO AG am Mittwoch mit.
Wer dieser Investor ist, gibt das Spital nicht bekannt. Der Investor und die GZO AG hätten sich während der laufenden Prüfung auf Vertraulichkeit verständigt. Gemäss der Wirtschaftsplattform finews.ch handelt es sich aber um die Klinikgruppe Swiss Medical Network (SMN) der Dachgesellschaft Aevis Victoria.
Gegenüber der Plattform gab SMN bekannt, dass das Unternehmen bereitstehe, sich für eine Lösung zu engagieren, mit der die Weiterführung des Spitalbetriebs in Wetzikon gesichert werden könnte.
Knackpunkt Leistungsaufträge
Der Knackpunkt ist dabei, ob die kantonalen Leistungsaufträge auf die neue Betreibergesellschaft übertragen werden können. Nur mit den Leistungsaufträgen kann ein Spital Leistungen zulasten der obligatorischen Krankenkasse abrechnen.
Im Kanton Zürich vergibt der Regierungsrat diese Leistungsaufträge. Diese sind an den Standort und auch an den jeweiligen Rechtsträger gebunden. In diesem Fall ist die GZO AG Inhaberin der Aufträge. Ob diese an einen Investor übertragen werden können, ist offen.
Um in dieser zentralen Frage Klarheit zu schaffen, räume die GZO AG dem Anbieter zusätzliche Zeit ein.
Sollte sich das Angebot deswegen nicht umsetzen lassen, liege aber ein fertiger Sanierungsplan bereit, betonte die GZO AG weiter. Damit sei sichergestellt, dass den Gläubigern zeitnah ein Nachlassvertrag zur Abstimmung vorgelegt werden könne, auch wenn sich das nun in Prüfung befindliche Angebot letztlich nicht umsetzen lassen sollte.