1:0 nach Verlängerung: Spanien ist zurück auf dem Thron des Weltfussballs
Spanien krönt sich zum Weltmeister 2026. In einem von strenger Taktik geprägten und hart umkämpften Final in New Jersey bezwingen die Iberer den Titelverteidiger Argentinien mit 1:0 nach Verlängerung. Der eingewechselte Ferran Torres erlöst die drückend überlegenen Spanier in der 106. Minute und beschert seinem Land nach 2010 den verdienten zweiten Stern. Für Argentinien und den 39-jährigen Lionel Messi platzt der Traum der historischen Titelverteidigung – der ersten seit Brasilien 1962 – nach einem späten Platzverweis auf bittere Weise.
Lange Zeit lieferten sich die beiden Teams einen zähen Abnutzungskampf, der in erster Linie von der spanischen Ball-Dominanz und der argentinischen Passivität geprägt war. Wer ein rasantes Offensivspektakel erwartet hatte, wurde in den ersten 90 Minuten enttäuscht. Die Spanier übernahmen vom Anpfiff weg das Zepter, diktierten den Rhythmus und verzeichneten massiv mehr Ballbesitz. Doch die kompakte südamerikanische Defensive um Keeper Emiliano Martinez hielt dem permanenten Druck lange stand und verwehrte der Mannschaft von Luis de la Fuente die ganz klaren Abschlüsse.
Die «Albiceleste» konzentrierte sich fast ausschliesslich auf die Abwehrarbeit und lauerte auf seltene Umschaltmomente über ihren Captain Lionel Messi. Diese Herangehensweise mündete in einen denkwürdigen Negativrekord: Als erstes Team der WM-Geschichte verzeichnete Argentinien in den regulären 90 Minuten eines Finals keinen einzigen Torschuss. Spaniens 19-jähriger Superstar Lamine Yamal, der im Vorfeld durch das prophetische Badewannen-Foto mit Messi im weltweiten Fokus stand, sorgte zwar wiederholt für Unruhe, biss sich an der kompromisslosen Deckung aber ebenfalls oft die Zähne aus.