Spanien entzaubert Frankreich und steht im Final
Spanien heisst der erste WM-Finalist. Die Iberer setzen sich im Halbfinal in Arlington gegen ein überraschend schwaches Frankreich mit 2:0 durch.
Aller guten Dinge sind drei – zumindest aus spanischer Sicht: Wie schon vor zwei Jahren im EM-Halbfinal (2:1) und vor einem Jahr im Halbfinal der Nations League (5:4) behalten die Iberer auch im WM-Halbfinal die Oberhand gegenüber Frankreich – und dies ausgerechnet am Nationalfeiertag der Grande Nation.
Vor zwei Jahren sorgte Lamine Yamal mit dem Ausgleich und seinem damals ersten EM-Tor im Alter von noch nicht ganz 17 Jahren für den Umschwung zugunsten Spaniens. Nun stand der Flügelstürmer vom FC Barcelona, der bisher ein enttäuschendes Turnier zeigte, am Ursprung des Führungstreffers. Dabei fiel er am Tag nach seinem 19. Geburtstag nach rund 20 Minuten nicht durch filigrane Technik auf, sondern durch Wille.
Aussetzer von Digne
Während Lucas Digne, Frankreichs linker Aussenverteidiger, einen eigentlich harmlosen Flankenball mit dem Kopf kontrollieren und anschliessend klären wollte, schlich sich Yamal in dessen Rücken an und wurde vom Franzosen, der sich ausschliesslich auf den Ball konzentrierte, getroffen. Mikel Oyarzabal verwertete den fälligen Penalty souverän für die bis dato offensiv nicht in Erscheinung getretenen Spanier.
Das Team von Luis de la Fuente verdiente sich die Führung im Nachhinein und baute diese in Person von Pedro Porro gar noch aus. Nach einer knappen Spielstunde und einem Doppelpass mit Dani Olmo, der die komplette französische Abwehr schachmatt setzte, behielt der rechte Aussenverteidiger vor Mike Maignan die Nerven und schob zum 2:0 ein.
Perfekt eingestellte Spanier
Den Franzosen, die vor den Halbfinals mit 16 Toren die zweitbeste Offensive nach Argentinien (17) stellten, wollte wenig gelingen. Mit sechs Siegen in sechs Spielen förmlich durch das Turnier gerauscht, fand die Grande Nation um Captain Kylian Mbappé kein Mittel, um die perfekt organisierten Spanier zu knacken. Während das Spiel der Franzosen nervös und ideenlos wirkte, zeigte der Europameister die reifere Spielanlage. Vor allem im Mittelfeld hatten die Iberer mit Captain Rodri, Fabian Ruiz und Dani Olmo die Oberhand.