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Schweiz und Welt

SP will mehr preisgünstige Wohnungen

Daniel Fischli
11.08.2020, 04:30 Uhr
gestern um 12:16 Uhr

Bei Grossüberbauungen soll auch bezahlbarer Wohnraum entstehen. Dies möchte die SP Glarus Nord über Änderungen im Baureglement erreichen. Wenn Wohnungen für junge Familien, Alterswohnungen oder behindertengerechte Wohnungen gebaut würden, entstehe eine grössere Vielfalt an Wohnungstypen und eine grössere soziale Durchmischung in den Quartieren, schreibt die SP.

Die Gemeindeversammlung von Glarus Nord befindet am 19. September über den Nutzungsplan und damit über das Baureglement. Die SP stellt den Antrag, dass im Baureglement preisgünstige Wohnungen gefördert werden. Überbauungen, die mindestens 20 Prozent preisgünstige Wohnungen aufweisen, sollen von einer höheren Ausnützung profitieren können. Weiter beantragt die SP, dass bei der Realisierung von preisgünstigem Wohnraum die Mehrwertabgabe reduziert werden kann.

Die Wohnungsmieten seien in Glarus Nord zwar «noch nicht in schwindelerregenden Höhen», so die SP. Wegen der hohen Preise in den angrenzenden Gebieten steige aber der Druck.

See- und Bachufer frei halten

In einem zweiten Antrag will die SP die Verwendung der Mehrwertabgabe genauer regeln. Diese wird durch die Gemeinde nach einer Einzonung und Überbauung einer Parzelle vom Eigentümer eingezogen. Die Gemeinde soll damit zum Beispiel auch den öffentlichen Zugang zu See- oder Bachufern erleichtern können, naturnahe Erholungsräume schaffen oder auch den preisgünstigen Wohnungsbau fördern.

Mit ihrem Antrag würden die Vorgaben des kantonalen Rechts für die Gemeinde Glarus Nord konkretisiert, so die SP. Die Stimmbürger erhielten eine Übersicht, welche Aufgaben dem Abgaben-Fonds belastet werden könnten. (df)

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