SP Graubünden fordert grosszügigere Handhabung des Familiennachzugs
Die Bündner Regierung soll beim Bundesrat intervenieren und ihn zu einer humanitären Afghanistanpolitik auffordern. Das verlangen die Bündner Sozialdemokraten am Freitag in einer Mitteilung. Nach der gewaltsamen Machtübernahme der Taliban seien Frauenrechte und Demokratie bedroht. Der Einsatz der Schweiz beschränke sich derzeit darauf, Schweizerinnen und Schweizer und lokale Deza-Mitarbeitende mit ihren Kernfamilien zu evakuieren. «Tatsächlich wäre es für die Schweiz mit keinen Problemen verbunden, mehr zu tun.»
Konkret fordert die SP Graubünden von der Bündner Regierung, «die entsprechenden kantonalen Ämter per Richtlinie sofort anzuweisen, sämtliche Spielräume, die auf kantonaler Ebene existieren, auszunutzen.» Sie denke dabei vor allem an eine grosszügige Handhabung des Familiennachzugs von bereits in Graubünden lebenden Afghaninnen und Afghanen, schreibt sie in der Mitteilung.
In der freitäglichen Fragerunde im Grossen Rat während der laufenden Session waren die nicht ausgelasteten Kapazitäten im Bündner Asylwesen ein Thema. Das hat die Bündner SP ebenfalls zur Forderung an die Regierung bewogen, wie es in der Mitteilung heisst. (so)