Sozialhilfe: Zahlen bleiben stabil
Geraten Menschen in der Schweiz in eine finanzielle Notlage, können sie sich an die Sozialhilfe wenden. Ein Blick in die Statistik 2018 zeigt: Die Sozialhilfequote im Kanton ist im Vergleich zum Vorjahr stabil. Der Anteil an Personen, die im Kanton Graubünden durch die Sozialhilfe unterstützt worden sind, betrug 1,4 Prozent. Dies schreibt die Standeskanzlei Graubünden in einer Mitteilung. Die Sozialhilfequote des Kantons Graubünden ist somit eine der tiefsten der Schweiz. Sie liegt deutlich unter dem schweizweiten Durchschnitt von 3,2 Prozent.
Sozialhilfequote im Kanton Graubünden und in der Schweiz, 2009 bis 2018:
Kinder und Jugendliche haben ein erhöhtes Sozialhilferisiko
Im Jahr 2018 benötigten 783 Kinder und Jugendliche bis 17 Jahre Sozialhilfe. Damit liegt die Quote im Kanton Graubünden in dieser Altersgruppe bei 2,5 Prozent, schweizweit bei 5,2 Prozent. Das Sozialhilferisiko ist bei Kindern im Vorschulalter besonders hoch. Danach nimmt es mit zunehmendem Alter ab.
Insgesamt waren 410 Haushalte mit Kindern und Jugendlichen auf Sozialhilfe angewiesen. Das sind 2,3 Prozent aller Haushalte mit Kindern und Jugendlichen zwischen 0 und 17 Jahren. 57,1 Prozent dieser Haushalte setzen sich aus einer erwachsenen Person mit einem oder mehr Kindern zusammen. Bei 18,5 Prozent der Haushalte handelt es sich um zwei verheiratete Erwachsene mit Kindern und bei weiteren 17,6 Prozent um nicht verheiratete Erwachsene mit Kindern. In den restlichen 6,8 Prozent der Haushalte leben drei oder mehr Erwachsene mit Minderjährigen zusammen.