Ab aufs Mountainbike: So macht ihr euer Bike frühlingstauglich
Eines will Ivan Fausch gleich zu Beginn loswerden. «Würden die Leute Ende Herbst vorbeikommen, könnten sie jetzt, im Frühling, sofort loslegen.» Fausch ist Inhaber von Ivan's Velosport in Davos, spezialisiert auf Mountainbikes. Es ist gar nicht so einfach, einen Gesprächstermin mit Fausch zu finden. Das Geschäft boomt. Jetzt, wo viele Hobbybikerinnen und -biker ihr Gefährt aus dem Keller nehmen. Manchmal, sagt Fausch, gäbe es Wartelisten.
Frage der Sicherheit
Es lohnt sich, sofern nicht Ende Herbst geschehen, vor den ersten Fahrten im Frühling das eigene Mountainbike auf dessen Fahrtauglichkeit zu prüfen – ob nun beim Fachhändler oder zu Hause. «Sehr schnell geht es dabei um die Sicherheit von Fahrerin oder Fahrer», sagt Daniel Huber, Geschäftsführer des «Cube Store» in Chur. Punkt 1 auf der Checkliste: der Luftdruck. In den Wochen und Monaten im Keller verliert das Velo an Luft, muss im Frühling entsprechend gepumpt werden. Punkt 2: die Bremsbeläge. Das gilt für «herkömmliche» Bikerinnen und Biker. Vor allem aber auch für solche, die mit einem E-Bike unterwegs sind. «Durch die zusätzliche Unterstützung beim Fahren kommen wir heute auf viel höhere Punkte als noch vor einigen Jahren», erklärt Huber. «Bei der nachfolgenden Abfahrt, werden die Bremsbeläge entsprechend beansprucht.»
Arno Däscher vom «Bike 4 Fun» in Zizers bestätigt die Aussage Kellers. «Das Thema Bremsbeläge steht auch bei uns im Zentrum.» Nicht bloss die Kontrolle der Bremsbeläge lohne sich. Auch die Bremsscheibe selbst wird durch die Nutzung beansprucht. Ein Kontrollblick lohnt sich.
Besonderheit bei E-Bikes
Ivan Fausch vom gleichnamigen Velogeschäft in Davos rät seinen Kundinnen und Kunden, im Frühjahr sämtliche Schrauben am Mountainbike zu überprüfen. «Oft stehen die Velos in öffentlichen Kellern. Da weiss man nie, was passiert.» Ein Check lohnt sich, denn die Folgen können verheerend sein. Überhaupt lohnt es sich, sich Gedanken zum Ort der Lagerung des Mountainbikes zu machen. Die kalten Temperaturen draussen, aber auch zu starke Temperaturschwankungen, sind Gift für das Fahrrad. «Sofern man genug Platz hat, sollte man das Mountainbike in den Keller stellen», sagt Daniel Huber vom «Cube Store» in Chur. Wobei der Feuchtigkeitsgehalt in der Luft nicht zu hoch sein sollte. Fausch empfiehlt, das Velo am Hinterrad aufzuhängen, statt bloss mithilfe eines Ständers aufzustellen.