So steht es finanziell um die Spitäler Graubündens
Die Bündner Spitäler stehen finanziell unter Druck. Die komplette Schliessung des Spitals in Samedan konnte erst vor wenigen Monaten knapp abgewendet werden. Bei manchen Spitälern steht ein Leistungsabbau zur Debatte – aber keine komplette Schliessung.
2024 schrieb die Mehrheit der Spitäler rote Zahlen. 2025 sieht die Situation vielerorts etwas besser aus:
Kantonsspital Graubünden
Das Spital in Chur, das grösste des gesamten Kantons, verzeichnete im Jahr 2025 einen Gewinn von 8,7 Millionen Franken. Die Spitalleitung bezeichnete 2025 als «ein positives Jahr», das dank grösserer Effizienzanstrengungen und optimierter Betriebsabläufe deutlich besser ausfiel als das Vorjahr. Im Jahr 2024 hatte das Spital noch mit einem leichten Defizit von 339'000 Franken abgeschlossen.
Spital Davo
Das Spital der zweitgrössten Gemeinde Graubündens schloss 2025 mit einem Gewinn von 12,8 Millionen Franken ab. Das Ergebnis täuscht allerdings – 2025 stimmte die Bevölkerung dem Vorschlag der Gemeinde zu, Altschulden in Höhe von 14,1 Millionen Franken zu übernehmen. Ohne diese Gelder hätte das Spital ein Defizit ausgewiesen. Dieses «Ja» ebnete den Weg für das Sanierungsprojekt des Spitals, das rund 70 Millionen Franken kosten wird. Die Stimmberechtigten werden sich voraussichtlich 2027 damit befassen.
Centro Sanitario Bregaglia
Das Gesundheitszentrum Bergell schloss das Jahr 2025 im Plus ab. Die Erfolgsrechnung wies Ende des vergangenen Jahres einen Gewinn von über 1,1 Millionen Franken aus. Dieses positive Ergebnis liegt jedoch um fast 16 Prozent unter dem des Vorjahres.
Centro Sanitario Valposchiavo
Auch südlich des Berninapasses schloss die Institution, die Spital, Spitex und Pflegeheim unter einem Dach vereint, 2025 mit einem «sehr positiven» Ergebnis ab. Der Gewinn wächst wieder und liegt bei über 2,6 Millionen Franken.