So stark wird sich der Bündner Wald verändern
Es ist kein Geheimnis, dass sich der Klimawandel auch auf die Wälder auswirken wird. Keine Ausnahme sind da die Wälder im Kanton Graubünden. Eine Gruppe von Forschern hat analysiert, was zurzeit wo wächst – und sich mit der Frage auseinandergesetzt, ob diese Bäume an eben diesen Orten überhaupt eine Zukunft haben.
Gemäss Peter Brang von der Forschungsanstalt für Wald, Schnee und Landschaft wird man im Kanton Graubünden hauptsächlich zwei Veränderungen wahrnehmen, wenn man künftig in den Wald spaziert: Erstens werde man in trockenen Jahren viel mehr tote Bäume sehen. «Zweitens wird man viel mehr Laubbäume im Wald sehen. Etwa Birken.»
Die Grenze verschiebt sich
Doch wie sieht eine Änderung konkret aus? Die Forscher haben dazu eine webbasierte App entwickelt, die zeigt, welche Baumart in welchem Gebiet heute wächst – und welche dieser Baumarten auch anpassungsfähig ist, um auch in einem veränderten Klima zu gedeihen.
Was ist zu sehen?
Braun: Lärchen-, Arven- und Fichtenwälder
Blau: Fichten- und Fichten-Tannenwälder
Grün: Tannen-Buchenwälder
Gelb & Orange: Buchen- und Laubmischwälder
Lila: Eichenwälder
Dass der braune Teil in der Grafik von 2070–2099 nicht mehr zu sehen ist, liegt nicht daran, dass es dann keine Lärchen, Fichten und Arven mehr geben wird. Sie würden später einfach in noch höheren Gebieten wachsen, also oberhalb der heutigen Waldgrenze (grau in der Grafik von heute).