Bündner Athletinnen und Athleten überraschen an der Heim-WM
von Jörg Greb
Zugegeben, es ist gewagt, bei den fünf der insgesamt zehn Schweizer Medaillen an der Ski-OL-WM der Studierenden, von Bündner Medaillen zu sprechen. Dafür bedarf es nämlich eines Kunstgriffs. Um eine, durchaus legitime Sichtweise handelt es sich. Der Dominator dieser Studententitelkämpfe, Nicola Müller mit Wohnort Einsiedeln und Vertreter der Uni Bern (Medizinstudium), wird dabei als Bündner gezählt. Müller als Athlet mit Bündner Bürgerort (Chur) und dem Vater, Reto Müller, als gebürtiger Churer. Zumindest als Halbbündner zählen wir daher Nicola Müller.
Und der 24-Jährige hinterliess einen blendenden Eindruck. Zwar verpasste er bei der Auftaktprüfung, dem Sprint, die Goldmedaille und gewann Silber – mit einem Rückstand nach gut zehn Wettkampfminuten von einer einzigen Sekunde. Es folgten ausschliesslich Gold-Läufe: in der Verfolgung und über die Mitteldistanz. Und dass keine weitere hinzukam, hat nichts mit sportlichem Nachlassen zu tun.
Auf die Mixed Sprint-Staffel von gestern (heute) verzichtete er. Der Grund: Bereits nächste Woche beginnen die Weltmeisterschaften im Ski-OL in Ramsau (Ö). Um den eigentlichen Saisonhöhepunkt von Müller handelt es sich. Nicht weniger als eine oder mehrere Gold-Auszeichnung/-en, peilt er an. Einen zusätzlichen Tag für die Regeneration nach dem anspruchsvollen WUSOC-Programm stellte er über einen allfälligen weiteren Erfolg.
Körperlich und mental bereit
Und mitnehmen nach Österreich kann Müller mehr als das Edelmetall. Mehrfach sah er sich in den Rennen und deren unterschiedlichen Charakteren darin bestätigt, dass seine Form passt. Auch mental. Eindrücklich zeigte sich dies in den Rennen mit Start und Ziel in der Biathlon Arena. Müller war «»