Nordisch Kombinierer Pascal Müller aus Oberurnen: «Mein Motto war: Sieg oder Sarg»
Von Köbi Hefti
Pascal Müller schloss den ersten Teil der Saison vorletzte Woche im Continental Cup im finnischen Kuusamo ab. Dem Oberurner gelang es in diesen beiden Rennen nicht, an seine zuvor gezeigten Leistungen anzuknüpfen. Er hatte Mühe mit seiner Baustelle, dem Springen. «Diese Schanze verzeiht Fehler nicht», so Müller. Am Ende resultierten mit den Rängen 21 und 23 Ergebnisse, die seinen Erwartungen nicht entsprachen. Trotzdem konnte er eine wertvolle Erfahrung aus Finnland mit nach Hause nehmen. Beim zweiten Wettkampf setzte er in der Loipe auf volles Risiko. Er startete mit einem Rückstand von 3:32 Minuten zum Zehn-Kilometer-Lauf. Er erklärt: «Ich wollte unbedingt zur knapp einer halben Minute vor mir gestarteten Gruppe aufschliessen. Mein Motto war deshalb: Sieg oder Sarg.»
Diese Taktik ging zunächst auf. In der zweiten von vier Runden hatte er den Rückstand wettgemacht. Doch wenig später meldete sich der Hammermann. «Ich überpacte und kämpfte mich dann noch als 23. über die Ziellinie. Somit war es am Ende dann eben nicht der Sieg», so der 22-Jährige. Das Experiment stuft er trotzdem als wertvolle Erfahrung ein.
Intensives Sprungtraining
Müllers Fazit nach dem ersten Teil der Saison mit den insgesamt sieben Wettkämpfen im hohen Norden fällt positiv aus – mit einem klaren Höhepunkt, dem Gewinn seiner ersten Weltcuppunkte Ende November in Kuusamo. Er bilanziert: «Es freut mich sehr, dass ich jetzt schnell laufen kann. Damit zeigt sich, dass bei mir im Sommer in dieser Disziplin einiges passiert ist. Dies wirkte sich aber negativ aufs Springen aus. Daran arbeiten wir aktuell.»