Sieg und Rückkehr zur Normalität
Das Eishockey-Nationalteam gewinnt in Biel gegen Ungarn 6:1. Die Schweizer tätigen mit der dominanten Leistung einen Schritt Richtung Normalität. Am Freitag stehen sich die beiden Teams im Seeland nochmals gegenüber.
Wohlverstanden: Die Schweizer traten gegen Ungarn dominant auf (31:10 Torschüsse). Aber sie glänzten nicht. Wirklich gut war einzig die Startphase, in der Fabrice Herzog, Nicolas Baechler und Ken Jäger das Team von Jan Cadieux in den ersten neun Minuten aus nur fünf Torschüssen 3:0 in Führung brachte.
Danach bauten die Schweizer ab. Es mischten sich zu viele Unkonzentriertheiten ein. In der 15. Minute gelang es den Ungarn durch Istvan Sofron sogar, das Skore auf 1:3 zu verkürzen.
Nur Start war optimal
Viele Schweizer Spieler verpassten es am Donnerstagabend Werbung in eigener Sache zu machen – zumal noch fast ein gesamtes Team (mit Akteuren der ZSC Lions, der Playoff-Finalisten Fribourg und Davos sowie der Söldner aus Übersee) in den nächsten Wochen einrücken wird.
Aber wir wollen im dritten Spiel unter Fischer-Nachfolger Jan Cadieux nicht zu streng sein mit den Eisgenossen. Schliesslich gelang der Start optimal: 3:0 nach neun Minuten! Zum Vergleich: An der letzten Weltmeisterschaft, als die Schweiz gegen Ungarn sogar 10:0 gewann, stand es nach 31 Minuten lediglich 2:0 für die Schweiz. Auf Ungarn trifft die Schweiz auch im Mai (am 23.5.) wieder in der WM-Gruppenphase.
Herzog skort wieder
Es gab gegen Ungarn trotz des Nachlassens nach dem tollen Start auch Positives: Fabrice Herzog scheint im Nationalteam nach der unproduktivsten Saison seiner Karriere wieder in Form zu kommen. Herzog brachte die Schweiz nach 48 Sekunden in Führung, nachdem er am Freitag schon im letzten Länderspiel – damals seinem 100. – zweimal getroffen hatte. Nicolas Baechler – die Nati-Entdeckung der letzten Saison – steuerte zum 2:0 sein zweites Länderspieltor bei. Goalie Kevin Pasche kassierte bei seinem dritten Länderspiel-Einsatz wieder nur ein Gegentor. Mit Pasche im Tor hat die Schweiz noch jedes Spiel gewonnen.