Sie dürfen öffnen, können oder wollen aber nicht
Der Bundesrat hat entschieden: Ausgangslokale dürfen ab dem 6. Juni wieder ihre Türen öffnen. Unter einigen Bedingungen, die sie einhalten müssen. So dürfen nicht mehr als 300 Personen einen Club betreten, pro Person muss vier Quadratmeter Platz gestellt werden – und um Mitternacht muss geschlossen werden. Letzteres ist dem Geschäftsführer des Churer Clubs «Selig» ein Dorn im Auge. Für Roni Szepanski steht deshalb jetzt schon fest, dass er seine Clubtüren am 6. Juni nicht wieder öffnen wird. «Solange die Sperrstunde Mitternacht besteht, ist es für uns unfassbar schwierig, richtig zu wirtschaften», sagt er im Interview mit «TV Südostschweiz».
Szepanski wünscht sich, dass die Mitternachts-Regel so schnell wie möglich wieder aufgehoben wird, damit das Selig wieder öffnen kann. Trotz der schwierigen Lage schöpft Szepanski Mut: Seine Hoffnung ruht auf dem Sommer, da in anderen Jahren eigentlich nichts läuft. Weil in diesem Jahr Grossveranstaltungen und Open-airs bis Ende August abgesagt sind, dürfte das wiederum den Clubbesitzern in die Karten spielen. «Ich hoffe deshalb, dass wir im Juli und August öffnen können und dann überdurchschnittlich viele Gäste haben werden.»
«Konzerte könnten sich lohnen»
Auch Lou Zarra, CEO und Inahber des Churer Clubs «Loucy» ist nicht so zufrieden mit den Entscheid des Bundesrats, wie er im Interview mit Radio Südostschweiz verrät. Aber aus einem anderen Grund.