Stützmauer nach Unwetter angeschlagen: Strasse am Umbrailpass droht abzurutschen
Seit dem Unwetter vor einigen Tagen ist die Umbrailstrasse bei Sta. Maria in der Val Müstair gesperrt. Der starke Regen hatte unter anderem mehrere Steine und Blöcke aus dem Fundament einer Stützmauer am Umbrailpass gespült. Wie das Tiefbauamt Graubünden in einer Mitteilung schreibt, werden ab Montag Arbeiten ausgeführt, um die Sicherheit der Verkehrsteilnehmenden zu gewährleisten. Deshalb werde der Umbrailpass bis voraussichtlich Samstag, 23. September, gesperrt.
Die Sicherungsarbeiten starten am Montag, 4. September, mit der Installation und dauern bis Freitag, 22. September. Voraussichtlich ab Samstag, 23. September, kann der Umbrailpass wieder für den motorisierten Verkehr sowie für Velos und Fussgänger freigegeben werden.
Die nächste Beurteilung durch das Tiefbauamt erfolgt am Mittwoch, 20. September.
Mauer wird gesichert
Die betroffene Stützmauer befindet sich unterhalt des Hotels «Alpenrose». Die ausgespülten Steine und Blöcke landeten auf der darunter gelegenen Serpentine, wie es in der Mitteilung heisst. Das Tiefbauamt sichert die Bruchsteinmauer nun mit einer rund 20 Zentimeter dicken Schicht aus Spritzbeton und mehreren rund acht Meter langen Ankern.
Die Mauer befindet sich auf einer rund 16 Meter hohen Felswand und die fehlenden Steine im Fundament wirken sich auf die gesamte Stabilität des Bauwerks aus. Weitere Steinschläge seien nicht auszuschliessen und die gesamte Strasse oberhalb der Stützmauer könnte abrutschen, heisst es weiter. Die Fahrbahn hat sich bereits um mehrere Zentimeter abgesenkt.
(red)